Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension: Klang der Wolken von Soname Yangchen


Infos zum Buch:

Verlag: Integral
Autorin: Soname Yangchen mit Karin Weingart
Seiten: 208
Preis: 16,99 € | Ebook: 13,99 €

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Homepage der Autorin

Hinweis: Es wäre ratsam vorher Wolkenkind zu lesen, da es doch sehr viele Verweise auf das Buch gibt.

Meine Rezension zu Wolkenkind

Beschreibung:

Den eigenen Weg in Freiheit gehen
Fast ihr halbes Leben lang musste Soname Yangchen um Freiheit kämpfen. Im Alter von sechs Jahren wird die Tibeterin als Sklavin in eine fremde Familie gegeben, erst zehn Jahre später gelingt ihr unter dramatischen Umständen die Flucht über den Himalaya. Heute lebt sie in Berlin und begeistert als »Stimme Tibets« mit ihrer Musik die Menschen.

Soname betrachtet unsere westliche Welt auf ganz eigene Weise und eröffnet damit einen vollkommen neuen Blick auf unser Leben. Sie lässt uns die Schönheit erkennen, die selbst in den alltäglichsten Dingen verborgen liegt. Ein Buch wie ein Moment des Glücks, der sich den Weg in unser Herz sucht … (Quelle: Integral)

Meine Meinung:

Einige Jahre nach den Geschehnissen von Wolkenkind setzt Soname ihre neue Biografie an und erzählt wie es ihr mittlerweile bisher so ergangen ist. Ihr Kampf gegen die Bürokratie um ihre Tochter endlich nach England zu holen, langersehnte Besuche bei der Familie und Verwandtschaft in Tibet sowie ihr Leben mit neuen Partnern und nun auch in Berlin lebend berichtet Soname von ihren Eindrücken und lässt den Leser daran teilhaben.
In Klang der Wolken geht Soname auch auf den Buddhismus ein und erklärt ein wenig worum es dabei im Grunde genommen geht und was es im eigentlichen Sinne mit Meditation auf sich hat was sich doch grundlegend davon unterscheidet was die meisten Westler dafür halten. Hier schildert sie ausführlich und verständlich aus ihrem Blickwinkel und verweist in Beispielen auch auf andere Religionen und gibt hilfreiche Metaphern und Beispiele an.
Alles in allem war dieser Band etwas spiritueller angehaucht als Wolkenkind, da das Thema rund um den Buddhismus doch etwas mehr Platz eingenommen hat, aber ich fand auch die Kapitel interessant in denen Soname über alles andere in ihrem Leben berichtet hat. Hier gibt sie zusätzlich Denkanstöße in Form von Fragebögen die man sich selbst beantworten kann und die auf alle Lebenslagen zutreffen. Unterhaltsam war auch wie Soname das Leben in Deutschland wahrnimmt und Dinge aufzählt, die ihr seltsam erschienen sind, die andere aber gar nicht so wahrnehmen. Zum Beispiel, dass man in einem fremden Haushalt nicht einfach das Geschirr spülen darf. Da hat jeder wohl seine ganz eigenen Regeln. Das fand ich sehr interessant, teilweise auch amüsant zu lesen und bei einigen Dingen musste ich oftmals schmunzeln.
Die Lebensweisheiten ihres Vaters haben mir gefallen und machen durchaus Sinn und es gibt praktische Tipps wie man im Alltag besonnener sein kann allen voran die wichtigsten Dinge in unserem Leben nicht auf die leichte Schulter zu nehmen: Geld, Zeit und unsere Mitmenschen. Ich empfand einige ihrer Bemerkungen ermutigend, trostspendend in Hinsicht darauf, dass man in gewissen Dingen nicht die einzige Person mit bestimmten Problemen ist und einleuchtend was ihre Ratschläge für den Alltag betrifft.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, mochte es kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Schade nur, dass es diesmal keine Fotos gibt, aber alles in allem habe ich das Lesen sehr genossen und mal wieder unter starken Fernweh gelitten. 

Fazit:

Wer Biografien mag, vor allem Lebenserfahrungen aus Tibet gerne liest, dem empfehle ich Wolkenkind und Klang der Wolken. Am besten direkt nacheinander lesen, denn beide Bücher sind nicht sonderlich lang. 

Bewertung:


Zur Autorin:

Soname Yangchen wurde 1973 im tibetischen Yarlungtal geboren. In einer dramatischen Flucht über den Himalaya entkam sie 1989 der chinesischen Schreckensherrschaft und lebte sechs Jahre in Indien, bevor sie nach England zog, wo ihr Gesangstalent und die klare Schönheit ihrer Stimme entdeckt wurden. Das Buch, das sie über diesen Abschnitt ihres Lebens schrieb, wurde unter dem Titel Wolkenkind auch in Deutschland ein Bestseller.

Soname Yangchen hat bisher fünf CDs veröffentlicht, ist beinahe überall auf der Welt aufgetreten, u.a. bei Veranstaltungen mit Richard Gere, Bob Geldof, Leonardo DiCaprio, Catherine Deneuve, Sharon Stone und Forest Whitaker. Derzeit arbeitet sie an einem weiteren Album. Seit 2010 lebt sie überwiegend in Berlin, wo sie ihre Songs komponiert und textet. (Quelle: Integral)

Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension: Kein Tag für Jakobsmuscheln von Catherine Simon


Infos zum Buch:

Der erste Fall für Kommissar Leblanc
Verlag: Goldmann
Autorin: Catherine Simon
Seiten: 256
Preis: 8,99 € | Ebook: 7,99 €
Hörbuch: 16,71 €

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Band 2: Wintergäste in Trouville erscheint am 14. Sept. 2015




Beschreibung:

Spurensuche statt Gourmetmenü: Ein Toter versalzt Kommissar Leblanc den Fisch.

Der charmante Kommissar Jacques Leblanc hat sich von Paris in die Normandie versetzen lassen, um der brutalen Großstadtkriminalität zu entkommen. In Deauville-Trouville ist das Leben beschaulicher, und er kann seinen Leidenschaften nachgehen, dem Essen und den Frauen. Aber dann findet seine frühere Geliebte Marie einen Toten am Strand, und vorbei ist es mit dem süßen Leben. Während Leblanc einer vielversprechenden Spur nachgeht, lässt sich Marie auf das Schloss des Adligen und skrupellosen Fischindustriellen Montfort-Risle einladen – und das setzt dem Kommissar nicht nur aus beruflichen Gründen zu … (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:

Der erste Fall von Kommissar Leblanc hat mir gut gefallen. Vor allem das Cover und auch die Handlung haben mich neugierig gemacht und ich mag dieses französische Flair in Krimis. Besonders toll fand ich auch die Landkarte wenn man das Buch aufschlägt. Auf der Rückseite ganz hinten ist mal wieder ein wunderschönes Foto abgebildet. Da bekommt man direkt Fernweh.
Der Krimi ist solide aufgebaut worden immer im Perspektivwechsel zwischen Leblanc und seiner ehemaligen Flamme Marie, die eingangs auch die Leiche gefunden hat. Die Ermittlungen haben mir soweit gefallen, nebenbei konnte man noch einige Nebenfiguren kennenlernen und es gab oftmals auch sehr detaillierte Essensberichte von Leblanc und seinen Freunden was mir Anfangs doch ein bisschen zu viel des Guten war, aber mit der Zeit habe ich mich dran gewöhnt.
Besonderes Augenmerk fanden in diesem Krimi vor allem die Probleme der Fischerei und Zuchtfarmen sowie Homosexualität, beides ja zurzeit immer noch recht aktuelle Themen. Ich finde die Autorin hat in dem ersten Punkt sehr gut recherchiert und ein glaubwürdiges Bild der aktuellen Fischindustrie dargestellt. Mir ging es da wie Leblanc, unweigerlich fragt man sich was kann man denn überhaupt noch bedenkenlos essen, wenn mittlerweile nicht nur das Meer sondern auch die Fische selbst nicht mehr frei von Chemikalien und anderen Substanzen sind? Auf jeden Fall ist es ein sehr interessantes Thema und gut in die Geschichte eingefädelt worden. Die Leiche führt Leblanc und seine Kollegen in die irre und zu keiner genauen Spur, bis er auf den Fischbaron Antoine Monfort-Risle trifft, der ganz zu Leblancs Ärger scheinbar auch ein Auge auf Marie geworfen hat. Was ganz amüsant war, weil Leblanc für sein Alter doch ein ziemlicher Weiberheld ist und ausgerechnet wenn es um Marie geht doch mal etwas eifersüchtig wird. Zuviel möchte ich jetzt auch nicht von dem Fall vorwegnehmen.
Leblanc ist eine interessante Figur. Schon in seinem ersten Fall erfährt man viel über seine Familienverhältnisse und wie er aufgewachsen ist, dass ihn ein Traum ruhelose Nächte beschert und er einen wahren Frauenverschleiß hat. Einige kleinere Dinge blieben natürlich offen und ich bin gespannt ob im nächsten Fall darauf eingegangen wird. Über Lebancs Kollegen erfährt man nicht wirklich viel. Nadine wirkt nett, aber man erfährt nicht wirklich etwas über sie, außer das sie hochmotiviert ist und sich in ihrem Beruf tatkräftig in die Arbeit stürzt. Andere Figuren finden zwar noch Erwähnung, kommen in der Handlung aber überhaupt nicht vor. Die Freunde aus Leblancs Umfeld finden dann doch etwas mehr Spielraum.
Mit Marie hatte ich Anfangs so meine Probleme. Sie hat die Leiche gefunden, aber in den nächsten Kapiteln hat sie ebenfalls eine größere Rolle gespielt, so dass ich sie nicht richtig zuordnen konnte. Hätte sie nicht die Leiche gefunden und wäre Leblancs ehemals Geliebte hätte ich sie tatsächlich für die Mörderin gehalten. Mir kam es eben sehr komisch vor wie sie sich nach dem Fund der Leiche verhalten hat, als ginge sie das alles nichts an und im nächsten Moment sitzt sie mit Freundinnen im Restaurant und lacht sich die Seele aus dem Leib. Hätte ich eine Leiche gefunden würde mich das wahrscheinlich mehr als eine Woche beschäftigen. Wie gesagt ich konnte mich nicht wirklich mit ihr identifizieren und fand sie nicht sonderlich sympathisch. Wie es mit ihr und Leblanc weitergeht wird sich wohl noch in den nächsten Bänden zeigen.
Das Ende war interessant. Vor allem Simons Unterhaltung mit Leblanc fand ich sehr rührend und bewegend. Die Dialoge haben mir allgemein sehr gut gefallen und sind nur selten mal vom Thema abgeschweift. So richtig spannend war das Ende an sich nicht, dafür aber gut ausgearbeitet, so dass der Krimi zu einem ruhigen Ende fand. Mir hat trotzdem ein wenig der Überraschungsmoment gefehlt, auch wenn es ab und an mal einen Aha-Moment gab. Ich glaube man hätte aus diesem Fall durchaus noch ein wenig mehr herausholen können. Ich habe es trotzdem unterhaltsam gefunden den Krimi zu lesen und bin gespannt auf Leblancs zweiten Fall.

Fazit:

Für zwischendurch ist der 250 Seiten lange Krimi eine tolle Abwechslung, auch für Leser die sich etwas mit der Fischindustrie befassen wollen, einfach mal in die Normandie abschweifen möchten und ich denke auch die Gourmets unter den Bücherwürmern werden ihre wahre Freude mit der französischen Küche haben.

Bewertung:

 

Zur Autorin:

Catherine Simon ist das Pseudonym für Sabine Grimkowski. Seit 1999 ist sie als Redakteurin beim Südwestrundfunk in der Redaktion Literatur tätig. Sie hat Sachbücher geschrieben, unter anderem den Reisebegleiter "Normandie", und Romane zu Fernsehserien. Regelmäßig fährt sie in die Normandie und verbringt in Trouville einen Teil des Jahres. Sie wohnt dort im legendären "Hôtel des Roches Noires", wo schon Marcel Proust logierte und Marguerite Duras eine Wohnung besaß. Sabine Grimkowski lebt in Baden-Baden. (Quelle: Goldmann

Donnerstag, 2. Juli 2015

Projekt für Camp NaNoWriMo im Juli

Seit gestern läuft der NaNo und ich hatte einen ganz guten Start soweit. Heute verlief es dafür eher etwas frustrierend und ich brauche noch eine Weile um ganz in die Geschichte reinzukommen. Ich probiere diesmal eine neue Erzähltechnik aus, bleibe natürlich bei der Ich-Perspektive, erzähle aber aus Sicht der beiden Hauptfiguren. Diesmal gibt es also entgegen meinem üblichen Standard zwei Protagonisten. Ich hoffe mir gelingt es soweit, dass man die Figuren gut auseinander halten kann. Zur Hilfe steht natürlich bei jedem Kapitel wer wer ist. =)

Im Prinzip hat mein derzeitiges Projekt zwei Arbeitstitel:
Hands Off! - Trapped in Desire
Viva Italia!
Wie der Titel letztenendes lauten wird steht wohl noch in den Sternen. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem geeigneten Jugendbuchtitel und habe bestimmt schon ein Dutzend Ideen notiert. Bin aber mit keinem so richtig zufrieden. Na ja, vorerst ist der Titel auch egal, wichtig ist um welches Projekt es im Juli gehen wird an dem ich schreibe.

Leandro ist in den Vater seines besten Freundes Kiano verknallt. Er gesteht es seinem Freund, was sofort zu einem heftigem Streit führt. Leandro gibt sich alle Mühe sich mit Kiano zu versöhnen. Mit der Zeit bemerkt Leandro jedoch, dass er Gefühle für Kiano entwickelt und steckt in einem Gefühlschaos.
In der eigentlichen Handlung geht es darum, dass Kiano die Eisdiele seines Vaters übernehmen soll, jedoch eigene Pläne hat und mit Leandro ein Praktikum für eine Arbeitsstelle in der Werbebranche macht. Auch hier geraten die Jungs wieder in einen Konflikt, da nur einer der beiden am Ende eine Festanstellung bekommt. Als wäre das noch nicht genug muss Kiano auch noch erfahren, dass sich sein Vater neu verliebt hat und eine andere Frau als seine Mutter würde der junge Mann niemals an der Seite seines Vaters akzeptieren. Kurzerhand beschließt er aufs Land zu fahren (Roadtrip, yeah!) und mit seiner Mutter zu reden, die auf dem Weingut seiner Großeltern als Landschaftsmalerin tätig ist. Dabei hat Kiano natürlich auch Leandro im Schlepptau, der sich unbedingt mit seinem besten Freund versöhnen möchte und kommt diesem näher als ihm eigentlich lieb ist.

Die Handlung spielt in Italien, vornehmlich in Florenz zum Teil aber auch in der Provinz Livorno auf dem Weingut von Kianos Großeltern in der Nähe vom Meer. Was die Ortschaften angeht werde ich im Anschluss bei der Überarbeitung der Rohfassung natürlich noch etwas mehr auf die Umgebung eingehen und mehr Beschreibungen hinzufügen.
Es wird nichts allzu langes sein. Etwa 15-20 kurze Kapitel, damit ich auf meine 80-100 A4-Seiten komme um auch das Monatsziel zu erreichen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Kianos und Leandros Sicht erzählt, so dass man als Leser auch erfährt wie sich beide Jungs mit der Gesamtsituation fühlen usw. usf.
Die Idee zur Geschichte habe ich schon sehr lange. Bestimmt schon seit 2012/13.