Dienstag, 25. August 2015

Rezension: Das weisse Krokodil von K.T. Medina


Infos zum Buch:

Originaltitel: White Crocodile
Verlag: Goldmann
Autorin: K.T. Medina
Seiten: 416
Taschenbuch: 9,99 € (Broschur)
Ebook: 8,99 €






Beschreibung:

Als ihr Exmann Luke bei einem Einsatz in einem kambodschanischen Minenfeld stirbt, glaubt die Engländerin Tess Hardy nicht an einen Unfall und macht sich selbst auf nach Battambang. Doch dort stößt sie auf eine Mauer des Schweigens, denn die Menschen haben Angst: Angst vor dem Weißen Krokodil, einem mythischen Todesboten, der in der Dämmerung durch die Reisfelder streift. Dann wird die fürchterlich zugerichtete Leiche einer jungen Frau gefunden, dort, wo auch Luke ums Leben kam: an einem Ort tausendfachen Todes – einem der Killing Fields der Roten Khmer. Und etwas an diesem Ort verbindet die schreckliche Geschichte Kambodschas mit Tess' eigener Vergangenheit … (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:

Um dieses Buch bin ich schon länger herumgeschlichen, denn vor allem das Cover, der Titel und auch der Klappentext haben mich allesamt sehr neugierig gemacht. Den Thriller habe ich an etwa drei Tagen durchgelesen und habe immer wieder mitgefiebert wie es denn jetzt weitergeht. Ein wirklich gelungenes Debütwerk!
Tess Hardy von ihrer schmerzlichen Vergangenheit eingeholt arbeitet für das MCT, Mine Clearance Trust, in Kambodscha und entschärft mit einem Team von Mienenräumern Bomben. Allein schon dieses Thema ist sehr interessant geschildert worden, da man als Leser hier die Chance hat ein wenig von der Arbeit der Mienenräumer mitzuerleben. Vor allem auf dem Feld Koh Kroneg passieren immer wieder seltsame Dinge und während die Kambodschaner an den Mythos des weißen Krokodils glauben, hat Tess eine andere Vermutung und geht der Sache mit ihrem Kollegen Alex auf die Spur. Auch andere Themen hat die Autorin hier angeschnitten wie zum Beispiel die Folgen für Kambodschaner durch die Verletzungen von Mienen, den Sextourismus/Prostitution, die Funktion der kambodschanischen Polizei und Mädchenhandel. Während Tess einer heißen Fährte folgt, findet DI Wessex in England die Leiche einer toten Kambodschanerin die ihm einige Rätsel aufgibt und ihn schließlich ebenfalls nach Asien führt.
Die Geschichte erzählt K.T. Medina durch die Sicht mehrerer Figuren und die Kapitel sind auch allesamt nicht sonderlich lang was zum weiterlesen einlädt.
Tess fand ich recht sympathisch, ihre Ehe mit Luke hat die Autorin nachvollziehbar geschildert und auch ihre Reaktionen auf Alex' Annäherungsversuche hat sie realistisch dargestellt ohne das ich mit dem Kopf schütteln musste. Eine wirklich sehr gut Darstellung dieser Figur. Auch die anderen Nebenfiguren kamen nicht zu kurz und bei so ziemlich jedem war ich beim Lesen am hin und her und wusste einfach nicht wem man nun trauen konnte und wem nicht. Das hat die Autorin geschickt eingefädelt. Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Mit Kambodscha als Hintergrund gibt das der ganzen Handlung gleich noch diese gewisse Würze. Hätte die Geschichte in einem anderen Land gespielt, wäre sie wohl nur halb so interessant gewesen. Vor allem zum Ende hin hat K.T. Medina das Tempo gesteigert und den Nervenkitzel so ein bisschen angeregt, so dass es bis zum Schluss durchaus spannend blieb und man immer fleißig miträtseln konnte was es denn nun mit dem weißen Krokodil auf sich hat.

Fazit:

Ein spannender Thriller von Anfang bis Ende mit einer sympathischen Protagonistin, die trotz ihrer Vergangenheit eine starke Persönlichkeit hat und einer Handlung die interessante, immer noch aktuelle Themen zu bieten hat. Ein gelungenes Debütwerk, dem hoffentlich noch weitere Bücher dieser Autorin folgen werden.

Bewertung:


Zur Autorin:

Während ihres Psychologiestudiums trat K. T. Medina als Reservistin in die britische Armee ein. Später war sie für einen großen militärwissenschaftlichen Verlag tätig und reiste mehrfach in den Nahen Osten und nach Kambodscha, wo sie eng mit gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeitete. Heute lebt K. T. Medina mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London. (Quelle: Goldmann)

Rezension: Die Beisetzung von Lars Saabye Christensen


Infos zum Buch:

Originaltitel: Bisettelsen
Verlag: btb
Autor: Lars Saabye Christensen
Seiten: 448
Taschenbuch: 10,99 € (Broschur)
Ebook: 9,49 €





Beschreibung:

Was haben ein Walross, eine Wahrsagerin und ein toter, nackter Unbekannter miteinander zu tun?
Kim Karlsen wacht eines Morgens in einem Hotelzimmer in Sortland auf. Er ist alleine, er ist nackt – und er kann sich auch nicht daran erinnern, wer er überhaupt ist. Sein Gebiss findet er, auch seinen Anzug und außerdem einen Taschenkalender aus dem Jahr 2001. Herausfinden muss er noch, was es mit seiner Vergangenheit auf sich hat. Er macht sich auf den Weg, begegnet einem Friseur, der in den sechziger Jahren zu leben scheint, einer Wahrsagerin, einem Walross und einer Band namens Dirty Fingers. Eine fantastische, traumhafte und surrealistische Reise, die ihm immer mehr Hinweise auf sein altes Leben gibt … (Quelle: btb)

Meine Meinung:

Fantastisch, traumhaft und surrealistisch. So beginnt das Buch und als Leser fällt es schwer anfangs durch dieses Chaos durchzublicken, dass sich ehe man es sich versieht zu einem großen Ganzen entfaltet und durch die Sicht mehrerer Figuren ein Gesamtbild ergibt.
Kim Karlsen kommt eines Tages in einem Hotelzimmer zu sich ohne zu wissen wer er ist und selbst die einfachsten Dinge sind für ihn anfangs nur schwer durchzuführen oder zu verstehen. Der Leser begleitet ihn und eine erzählende unbekannte Person auf seiner Reise zu sich selbst. Wie eingangs erwähnt sind die ersten etwa 200 Seiten sehr traumhaft und surrealistisch dargestellt und erst nach und nach versteht man den Sinn dahinter. Ich finde der Autor hat hier eine sehr interessante und bewegende Geschichte über eine Figur geschrieben, die sympathisch wirkt und die man gerne auf ihrer abenteuerlichen Reise begleitet. Von einer Busfahrt mit den Dirty Fingers, einem Besuch beim Friseur, einem Ritt mit einem Walross und vielen weiteren wundersamen Begegnungen erzählt die Handlung und über allem schwebt der Tod von John Lennon, denn kein Wunder, Kim Karlsen ist ein großer Beatles-Fan. Warum der Autor Lennons Tod so oft erwähnt hat ist mir allerdings schleierhaft, da die Handlung im Jahr 2001 spielt und Lennon in den 80ern starb. Die Dirty Fingers scheinen auch eine Art Anspielung auf die Beatles zu sein, da es auch hier kleine Ähnlichkeiten gab.
Lars Saabye Christensen hat einen tollen Schreibstil. Trotz des kleinen Textes lesen sich die Seiten weg wie nichts. Er ändert seinen Stil hin und wieder, so dass sich Dialoge und Bandwurmsätze, mit kurzen prägnanten Sätzen bis hin zu seitenlangen Texten die nur durch Kommata unterbrochen werden abwechseln. Mit letzterem hatte ich Anfangs meine Schwierigkeiten, aber wenn man einige Seiten hinter sich hat, gewöhnt man sich schnell dran und allzu oft verwendet er diesen Schreibstil auch nicht im Buch.
Die Nebenfiguren sind nicht blass geblieben. Man lernt Familie und Freunde von Kim Karlsen kennen und sogar sehr viel aus ihrem Leben. Beim Lesen merkt man schnell, dass auch in Kims Familie nicht alles eitel Sonnenschein gewesen ist und auch die anderen Figuren so ihre Marotten und Eigenarten haben. Das Ganze liest sich zu Anfang wie eine Art Roadtrip zurück nach Hause um am Ende bei anderen Figuren anzusetzen. Das Ende verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber zumindest eine Entwarnung kann ich geben. Taschentücher werden bei diesem Buch nicht benötigt.
Das Ende hat mir gut gefallen. Im Grunde genommen hat Kim Karlsen irgendwie alle Figuren noch einmal mehr zusammengebracht, vor allem Personen, die seit Jahren keinerlei Kontakt mehr zueinander gehabt haben. Das fand ich sehr schön.

Fazit:

Ein unterhaltsames und tiefgründiges Buch, das ich sehr gern gelesen habe. Trotz des Titels ist es nicht ganz so traurig, wie man vielleicht denken mag. Ich habe mich gut unterhalten lassen, vor allem der Aufbau der Geschichte ist schon eine Kunst für sich und bin äußerst gespannt auf die nächsten Werke des Autors.

Bewertung:


Zum Autor:

Lars Saabye Christensen, 1953 in Oslo geboren, ist einer der bedeutendsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher sind vielfach preisgekrönt und wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt. Mit seinem Roman "Der Halbbruder", für den er den "Nordischen Literaturpreis" erhielt, feierte er in ganz Europa und den USA Triumphe. Der Autor lebt in Oslo. (Quelle: btb)

Donnerstag, 20. August 2015

Rezension: Die Fäden der Zeit von Lori M. Lee


Infos zum Buch:

Band 1
Originaltitel: Gates of Thread and Stone
Verlag: Blanvalet
Autorin: Lori M. Lee
Seiten: 384
Taschenbuch: 9,99 €
Ebook: 8,99 €


Hinweis: Band 2 ist bereits auf englisch erhältlich: The Infinite

Beschreibung:

Nur wenn sie ihr Geheimnis aufs Spiel setzt, kann sie ihren Bruder retten!
Das Labyrinth, wie die Bewohner die Slums von Ninurta bezeichnen, ist düster und steckt voller Geheimnisse. Eines davon hütet die 17-jährige Kai – sie kann die Fäden der Zeit sehen und manipulieren. Gemeinsam mit ihrem Bruder Reev lebt sie daher unauffällig, mit dem Ziel, eines Tages das Elend des Labyrinths hinter sich zu lassen.
Doch dann verschwindet Reev. Zusammen mit Avan, ihrem einzigen Freund, setzt Kai alles daran, ihren Bruder zu finden. Selbst wenn sie dafür ihr Geheimnis aufs Spiel setzen und die schützenden Mauern der Stadt hinter sich lassen muss … (Quelle: Blanvalet)

Meine Meinung:

Ich habe ein wenig länger gebraucht um das Buch durchzulesen. An der Handlung lag es nicht, die war an sich sogar sehr schön und gut aufgebaut vor allem mit dieser Fantasywelt ähnlich einer Dystopie und eingeflochtenen Steampunkelementen wie den Grautieren und Spähern sowie all den ausführlichen Hintergrundinformationen war sie spannend und ließ zumindest für mich keine offenen Fragen zurück.
Ninurta besteht aus verschiedenen Vierteln mit diversen Standesunterschieden der Bewohner sowie dem berüchtigten Weißen Hof von Kahl Ninu. Die Protagonistin Kai lebt in einem der ärmlicheren Viertel, den labyrinthartigen Slums, die mich beim Lesen ein wenig an Brasiliens Favelas erinnert haben. Dort beginnt die Handlung und nimmt ihren Lauf. Soweit habe ich also nichts zu bemängeln, doch leider hat mich mal wieder die Heldin nicht überzeugen können.
Kai wirkte auf mich anfangs wie eine verzogene Rotzgöre, die ihrem Bruder keine Freundin gönnt und total egoistisch, kindlich und vorlaut ist – im Verlauf der Handlung wird sie aber ein wenig erträglicher. Was sie trotzdem nicht gerade sympathisch macht obwohl ich ihren Job als Botin im Labyrinth toll fand. Leider gibt es aber doch einige weitere Punkte die mich an dieser Figur sehr gestört haben. Einerseits will sie die ganze Zeit ihrem Kindheitsfreund näher kommen, andererseits stellt sie sich total dumm an und macht ständig Rückzieher, obwohl es sehr offensichtlich ist das auch er etwas von ihr will. Sie ist ständig eifersüchtig, wenn auch nur eine Frau in der Nähe von Reev und Avan ist und mit ihrem Namen hatte ich extreme Probleme. Bei Kai muss ich nämlich automatisch an einen Jungen denken, ergo hatte ich beim Lesen auch ständig einen Jungen vor Augen, was Kais männlicher Charakter nur zusätzlich unterstrichen hat. Ihre Gabe hingegen fand ich klasse und besonders bei Kämpfen hat Lori M. Lee geschickt Kais Fähigkeit mit eingefädelt.
Von Avan bin ich ein wenig enttäuscht gewesen – zumindest die erste Hälfte des Buches. Die meiste Zeit hielt die Autorin es für nötig ihn in einer Tour als attraktiv zu bezeichnen, statt ihn durch Taten glänzen zu lassen und mehr als Händchenhalten für Kai war bei ihm auch nicht zu erwarten. Das war in meinen Augen ein Schuss nach hinten, weil er eben wirkte als könnte er gar nichts. Zu meiner Freude war er dann aber zum Ende der Handlung doch noch für ein paar Überraschungen gut und dass er zwischen Geschlechtern keinen Unterschied gemacht hat, brachte der Handlung noch ein wenig exra Würze.
Reev gefiel mir sehr in seiner Rolle als großer Bruder und auch später hatte er einen verdammt coolen Auftritt. Die Nebenfiguren hat die Autorin prima in die Handlung eingefädelt, auch wenn sie nur kurzweilige Autritte hatten, blieben sie beim Lesen doch im Gedächtnis und waren alle auf ihre Weise wiedererkennbar und sympathisch.
Was mir wirklich dermaßen auf die Nerven ging war, dass die Autorin 'Verdammter Drak' einfach viel zu oft benutzt hat. Wirklich alle zwei, drei Seiten hat sie es den Figuren in den Mund gelegt und es damit überreizt. Das war meiner Meinung nach zu viel des Guten.
Die Kadettenkämpfe in der Arena waren leider auch nichts Neues, aber die Autorin hat es dennoch geschafft sie ein wenig aufregend zu gestalten und mit vielen nachvollziehbaren Actionszenen ausgebaut.
Die Liebesgeschichte war mir doch ein wenig zu fade, auch weil ich mit Kai nicht wirklich sympathisieren konnte. Mir hat es besser gefallen, wenn sie mit G-10 zusammen war, die beiden haben irgendwie mehr harmonisiert, weil G-10 besser mit Kai umgehen konnte als Avan. Wenigstens stand die Liebesgeschichte nicht zu sehr im Mittelpunkt, so dass die Handlung nicht darunter gelitten hat.
Das Ende gefiel mir richtig gut. Ich hatte bei den letzten Kapiteln oftmals Gänsehaut und es gab mehrere überraschende Wendungen. Beim Finale hat die Autorin dann aber doch wieder viel Potenzial verschenkt und das letzte Kapitel wirkte auf mich zu gewollt. Das war nicht so meins.

Fazit:

Ein gutes Erstlingswerk mit einer tollen Idee und interessanten Wendungen. Die Protagonistin gefiel mir nicht sonderlich, aber vielleicht mögen andere Leser sie lieber als ich. Vor allem das Ende hat die Autorin klug ausgebaut und mit Informationen nicht gegeizt. Ein Blick ins Buch lohnt sich durchaus, auch wegen des tollen Schreibstils.

Bewertung:


Zur Autorin:

Lori M. Lee wurde in den Bergen von Laos geboren und verbrachte einige Jahre in einem Flüchtlingscamp in Thailand, bevor sie mit ihrer Familie in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderte. Derzeit lebt sie mit ihrem Ehemann in Wisconsin und arbeitet als Internetexpertin für eine große Zeitschrift. Außerdem schreibt sie einen Blog und twittert, wenn sie nicht gerade an ihrem nächsten Roman arbeitet. (Quelle: Blanvalet)

Dienstag, 18. August 2015

Gemeinsam Lesen

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Zurzeit lese ich mehrere parallel. =)

Seite 202/384
Das Labyrinth, wie die Bewohner die Slums von Ninurta bezeichnen, ist düster und steckt voller Geheimnisse. Eines davon hütet die 17-jährige Kai – sie kann die Fäden der Zeit sehen und manipulieren. Gemeinsam mit ihrem Bruder Reev lebt sie daher unauffällig, mit dem Ziel, eines Tages das Elend des Labyrinths hinter sich zu lassen. Doch dann verschwindet Reev. Zusammen mit Avan, ihrem einzigen Freund, setzt Kai alles daran, ihren Bruder zu finden. Selbst wenn sie dafür ihr Geheimnis aufs Spiel setzen und die schützenden Mauern der Stadt hinter sich lassen muss …


Seite 63/400
Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder an Laurents Seite zu kämpfen und das Geheimnis um dessen eiskaltes Herz zu lösen ...

Seite 14/359 (Ebook only)
Falkin entkommt mit Müh und Not den Klauen der mächtigen Magiergilde, die alle Menschen mit einem besonderen Talent – wie Falkin einer ist – beherrschen will. Auf den Decksplanken des Kaperschiffs Vogelfrei hat sie ein neues Leben gefunden. Doch da wird Kapitän Binns, der um ihr Geheimnis weiß, bei einem Landgang verhaftet. Schuld daran ist der zwielichtige – und außerdem überaus attraktive – McAvery, und den will Falkin jetzt zur Strecke bringen. Doch auch McAvery verfügt über ungeahnte Talente ..

Seite 47/422
Kim Karlsen wacht eines Morgens in einem Hotelzimmer in Sortland auf. Er ist alleine, er ist nackt – und er kann sich auch nicht daran erinnern, wer er überhaupt ist. Sein Gebiss findet er, auch seinen Anzug und außerdem einen Taschenkalender aus dem Jahr 2001. Herausfinden muss er noch, was es mit seiner Vergangenheit auf sich hat. Er macht sich auf den Weg, begegnet einem Friseur, der in den sechziger Jahren zu leben scheint, einer Wahrsagerin, einem Walross und einer Band namens Dirty Fingers. Eine fantastische, traumhafte und surrealistische Reise, die ihm immer mehr Hinweise auf sein altes Leben gibt …


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Die Fäden der Zeit: Als ich am letzten Tag der Sonne aufwachte, war Avans Matratze leer.

Der verschollene Prinz: Bevor ihm wieder die Augen verbunden wurden, sah Damen, dass es seine Folterknechte waren, die ihn zurück in sein Schlafgemach brachten.

Die Magierin des Windes: Falkin sagte nichts.

Die Beisetzung: Lassen Sie mich oder uns, wenn Sie so wollen - ich spreche hier ja für Sie - , ein bisschen verweilen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Die Fäden der Zeit: Die Geschichte ist recht interessant aufgebaut. Die Slums von Ninurta erinnern ein wenig an Brasiliens Favelas. Es wurden ein paar interessante Ideen eingebaut und auch das Kai mit den Fäden der Zeit umgehen kann finde ich toll. Nur ihren Namen nicht. Beim Lesen habe ich ständig einen Jungen vor Augen. Schlecht ausgewählter Name würde ich mal sagen. Kai und Avan mag ich leider nicht so sehr. Kai ist wie so eine Rotzgöre. Passt zwar zu einem Mädchen aus den Slums, doch sympathisch macht es sie leider nicht und sie wirkt auch sehr jungenhaft. Avan ist leider doch recht langweilig. Mehr als attraktiv aussehen und bei Kai regelmäßig händchenhalten hat er bisher leider nicht gebracht. Das ist ein wenig enttäuschend.

Der verschollene Prinz: Ich hatte bisher noch nicht so die Muße weiterzulesen. Es liest sich leider wie eine 0815 Fanfiction und es gibt lauter Klischees. Ich werde mich da wohl noch ein wenig überwinden müssen da drin weiterzulesen. Derzeit bin ich doch ziemlich enttäuscht, vor allem da es kaum Hintergrundinformationen zu Vere oder Akielos gibt. Ich hoffe da kommt noch was.

Die Magierin des Windes: Ich kann noch nicht allzu viel sagen, da ich gerade erst mit dem Ebook begonnen habe. Falkin ist zwar ein seltsamer Name für ein Mädchen, aber okay, meistens wird sie eh Kin genannt. McAvery find ich bisher amüsant, vor allem wie er sich Kin gegenüber benimmt ist amüsant.

Die Beisetzung: Gestern Abend habe ich mit dem Buch begonnen. Der Autor hat einen tollen Schreibstil. Trotz des kleinen Textes auf den Seiten liest sich das runter wie nichts. Gefällt mir bisher sehr gut und der Autor kann es wunderbar beschreiben wie Kim Karlsen sich dank seines Gedächtnisverlustes fühlt. Sehr anschaulich.

4. Lest ihr im Urlaub mehr Bücher als in der übrigen Zeit? Und geht ihr am Urlaubsort auch in die öffentliche Bücherei oder einen Buchladen? Und bringt ihr Bücher aus dem Urlaub mit, die ihr dort am Ort gekauft habt? (Frage von Suhani's Bücher)

Nee, im Urlaub komme ich meist kaum zum lesen. Ich bin dann immer wie ein Flummi, total aufgeregt und Abends total müde, so dass ich mich eh nicht aufs Lesen konzentrieren kann. Nur wenn mal an einem Tag gar nichts ist bin ich in der Lage zu lesen. Aber Zuhause schmöckere ich weitaus mehr in Bücher als im Urlaub. Für gewöhnlich nehme ich mir Bücher von meinem SuB mit. Nein, im Urlaub kaufe ich keine Bücher sondern eher Souvenirs und all solchen Krimskrams den ich gar nicht brauche. XD

Rezension: Wir Tiere von Justin Torres


Infos zum Buch:

Originaltitel: We, the Animals
Verlag: btb
Autor: Justin Torres
Seiten: 176
geb. Ausgabe: 16,99 €
Taschenbuch: 9,99 €
Ebook: 8,99 €

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Homepage des Autors
Interview 1 | Interview 2 (beide auf englisch!)


Beschreibung:

Gewalt und Mitleid, Pathos und Humor – die aufregendste junge Stimme aus den USA

Drei Brüder schlagen sich durch ihre Kindheit: Sie bewerfen sich gegenseitig mit Tomaten, bauen aus Müllsäcken Drachen, verstecken sich, wenn sich die Eltern anschreien, dreschen auf Paps und Ma ein, wenn diese lachen. Die Eltern, nur wenig älter als ihre Kinder, stammen aus Brooklyn – er ist Puerto Ricaner, sie eine Weiße -, und ihre Liebe ist eine ernsthafte, gefährliche Sache, die die Familie zusammenschweißt, sie aber auch immer wieder zerreißt. Laut ist es in diesem Haushalt und leidenschaftlich, die Jungs sind immer hungrig und wollen mehr: mehr Fleisch, mehr Krach, mehr Wärme, mehr Leben. (Quelle: btb)

Meine Meinung:

Trotz der Kürze des Buches ist es erstaunlich tiefgründig. Erzählt wird die Geschichte einer Familie mal fröhlich und heiter, dann wieder in ernsteren Tönen, welche sich unaufhaltsam ihrem bestürzenden Ende nähert. Erzähler sind die Kinder bzw. auch der jüngste Sohn, der irgendwie namenlos bleibt. Aus einem Wir wird zum Ende hin ein Ich und zeigt wie sehr sich die Brüder verändert und auseinandergelebt haben. Die jungen Eltern haben nicht nur mit sich selbst sondern auch mit ihrer Situation zu kämpfen, müssen sich aufeinander verlassen und geraten dennoch immer wieder in gewalttätiger Art aneinander wovon die Kinder nicht verschont bleiben und dies auch manchmal selber auf recht brachiale Art zum Ausdruck bringen.
Justin Torres hat einen tollen Erzähl- und Schreibstil, der sich flüssig liest und worauf er beim Schreiben geachtet hat vor allem die kleinen Dinge, die man so in der Kindheit getan hat beschrieb er sehr lebendig. Die Kapitel sind recht kurz und für mich war das Buch defintiv ein Page-Turner. Ich mochte es kaum aus der Hand legen und habe es innerhalb eines Tages verschlungen. Auch die Atmosphäre hat der Autor gut gestaltet, mal von lichten Momenten bis hin zu düsteren. Vor allem das Ende war dann doch sehr erschreckend, weil man kaum damit gerechnet hat wie sich der jüngste Sohn entwickelt und was dann aus ihm wird. Im Buch hat Torres diverse Themen angeschrieben wie in etwa das Leben nahe an der Armutsgrenze, Gewalt in der Familie, Rassismus und Sexualität sowie die Psyche von Kindern auf bestimmte Situationen.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen und auch wenn die Wendung zum Ende hin doch sehr plötzlich kam finde ich doch, dass ausgerechnet dieser Punkt die Familie wieder ein kleines bisschen zusammen geschweißt hat, sie aber auch widerum trennt. Ein interessanter Spagat.

Fazit:

Ehrlich gesagt weiß ich nicht wem ich das Buch empfehlen könnte. Mich hat es auf den jedenfall zum Nachdenken angeregt und wer etwas ernstere Bücher oder auch Familiendramen mag sollte einfach mal einen Blick hineinwerfen. Ich bin jedenfalls schon sehr auf weitere Bücher dieses Autors gespannt und für ein Debütwerk ist Wir Tiere allemal ein beeindruckendes Buch!

Bewertung:


Zum Autor:

Justin Torres zählt zu den interessantesten jungen Stimmen der US-amerikanischen Gegenwartsliteratur. Er wurde 1980 geboren und wuchs in Upstate New York auf. Er war als Landarbeiter, Hundeausführer, Buchhändler und Lehrer für kreatives Schreiben tätig und ist gegenwärtig Wallace-Stegner-Stipendiat an der Unversität Stanford. "Wir Tiere" ist sein erster Roman, der viele begeisterte Kritiker und Leser gefunden hat, weltweit in über einem Dutzend Länder erscheint und mit dem Cabell First Novelist Award ausgezeichnet wurde.(Quelle: btb)

Montag, 17. August 2015

Montagsfrage: Doppelt hält besser

Welche Figuren sind eins deiner Lieblingsbuchpärchen?

Tja, das ist schwierig. Bisher hat mich noch kaum ein Pairing so richtig umgehauen. Meistens liegt es daran, dass mir mindestens eine der Figuren zu sehr auf die Nerven geht. Zuletzt fand ich das Pärchen Odile und Philippe aus Monsieur Blake und der Zauber der Liebe von Gilles Legardinier ganz süß. Die Köchin Odile ist eher der eigenbrötlerische Typ. Sie lässt sich nicht gerne in ihre Angelegenheiten hineinreden, vor allem wenn es um ihre Katze geht und Philippe der Mann für alles ist immer für etwas Schabernack zu haben. Mir gefällt es wie unbeholfen diese beiden Figuren trotz ihres Alters miteinander umgehen und nur langsam aufeinander zugehen. Es ist nicht kitschig romantisch rübergebracht worden sondern wirkt sehr realistisch beim Lesen. Das fand ich so toll an den beiden Figuren und beide mochte ich auf ihre Art sehr gern. =)

Welche Buchreihe hast du zuletzt beendet?

Oi, in letzter Zeit ist es eher so, dass ich ziemlich viele Reihen begonnen habe statt welche zu beenden. =/
Aktuell wäre das wohl die Biografie-Diologie von Soname Yangchen. Bei den Romanen war es zuletzt der Zweiteiler Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt von Ken Follett, aber das ist auch schon ein paar Jährchen her.

Freitag, 7. August 2015

Rezension: Der große Trip - Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst von Cheryl Strayed


Infos zum Buch:

Originaltitel: Wild
Verlag: Kailash
Autorin: Cheryl Strayed
Seiten: 448
Preis: 9,99 € (Taschenbuch)
          19,99 € (geb.Buch)
           8,99 € (Ebook)

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Beschreibung:

»Die Frau mit dem Loch im Herzen, das war ich.« Gerade 26 geworden, hat Cheryl Strayed das Gefühl, alles verloren zu haben. Mit Drogen und Männern tröstet sie sich über den Tod ihrer Mutter und das Scheitern ihrer Ehe hinweg. Als ihr ein Outdoor-Führer über den Pacific Crest Trail in die Hände fällt, trifft sie die folgenreichste Entscheidung ihres Lebens: mehr als tausend Meilen zu wandern, durch die Wüsten Kaliforniens, über die eisigen Höhen der Sierra Nevada, durch die Wälder Oregons bis zur »Brücke der Götter« im Bundesstaat Washington – allein, ohne Erfahrungen und mit einem Rucksack auf dem Rücken, den sie »Monster« nennt. Klapperschlangen und Schwarzbären, Hitze und Strapazen, Abenteurer und Einsamkeit sind Cheryl Strayeds Begleiter auf dieser Reise, die sie fast umbringt, stärkt und schließlich heilt. Das atemberaubende Abenteuer einer Selbstfindung – voller Witz, Wahrhaftigkeit und Intensität, mit einer respektlosen Heldin, die man lieben muss. (Quelle: Kailash)

Meine Meinung:

Nachdem ich den Film gesehen habe wollte ich unbedingt noch mal das Buch lesen. Was Cheryl Strayed gewagt hat finde ich unheimlich mutig vor allem, dass sie den Pacific Crest Trail die meiste Zeit wirklich im Alleingang bezwungen hat. Nach einem schweren Schicksalsschlag, einer gescheiterten Ehe und eher gedankenlosen sexuellen Affairen und Drogenkonsum entschied sie sich für eine Auszeit und wanderte den PCT von Kalifornien bis nach Oregon ab. Unterwegs hat sie die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, meist nur für kurze Zeit, die ihr Leben jedoch um einiges bereichert haben.
Ich fand es wirklich toll jede einzelne Etappe mit ihr im Roman bestreiten zu dürfen und wurde ständig von starken Fernweh geplagt. Die Beschreibungen ihrer Umgebung waren sehr detailliert und ausführlich, man konnte sich beim Schmöckern alles bildlich vorstellen und auch ihre Begegnungen mit verschiedenen Leuten fand ich sehr unterhaltsam, bewegend – manchmal aber auch gruselig, aber die meiste Zeit hatte Cheryl einfach Glück und ist wunderbaren Menschen auf ihrer Reise zu sich selbst begegnet.
Trotzdem gab es einige Strapazen, wenn man bedenkt, dass sie die durch Wüstenlandschaft gewandert ist mit starkem Schnee und Regenfällen kämpfen musste, Bären begegnete und anderen Tieren wie Klapperschlangen, Bullen und Elchen und natürlich auch immer die Gefahr als Frau allein zu reisen, wobei sie wirklich ziemlich großes Glück hatte und die meisten Leute sie wohl gerade weil sie als Frau allein unterwegs war mit Herzlichkeit überschüttet haben. Ich glaube, Männer haben es da auf dem PCT etwas schwerer mit der Gastfreundschaft.
Was mir nicht so gut gefiel waren im Grunde genommen ihre regelrechte Fixierung auf Männer, wenn man es mal so ausdrückt, das war mir dann manchmal doch etwas zuviel. Sie hatte durchaus ein bewegendes Leben mit ihrer Familie durchgemacht, aber beim Lesen hat es eben durchaus ein wenig genervt, besonders wenn man so etwas immer auf die Eltern schiebt. Dazu noch ihre Naivität in manchen Situationen bei denen man nicht wusste ob sie das nun aus Absicht tat oder eben nicht und ihre Gedankenlosigkeit mit der sie durchs Leben ging. Aber klar, selbst mit 26 Jahren verzapft man noch so einigen Unsinn und wenn man bedenkt wie früh sie geheiratet hat – neben ihrem Männerkonsum, kann man durchaus verstehen, dass sie erst mal auf die harte Tour erfahren musste dass das Leben eben nicht immer eitel Sonnenschein ist.
Trotzdem fand ich ihre Wanderung auf dem PCT aufregend und bin immer noch erstaunt was sie bisher in ihrem Leben alles hat durchmachen müssen, wenn man bedenkt, dass ich im Moment genauso alt bin wie sie damals. Mit Recht hat sie den Spitznamen die Königin des PCT bekommen.
Interessant fand ich auch die erwähnten Bücher in ihrer Biografie, die sie während ihrer Wanderung gelesen hat und die noch einmal alle am Ende aufgelistet worden sind.
Am Ende war ich beinahe genauso erleichtert beim Lesen wie Cheryl, als sie endlich die Brücke der Götter erreicht hat und ganze 1700 km gewandert ist. Das ist wirklich eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt wie schlecht sie sich auf den PCT vorbereitet hat.

Fazit:

Wer gerne wandert und selber solche strapaziösen Wege bereits auf sich genommen hat sollte auch mal in die Biografie reinlesen. Sie ist wirklich toll geschrieben worden und ich empfehle sie auch allen Naturliebhabern, Biografie-Lesern oder Fans der Verfilmung. Einige Szenen versteht man durch das Lesen der Biografie viel besser, da im Film doch einiges zu schnell abgehandelt worden ist.

Bewertung:


Zur Autorin:

Cheryl Strayed, geboren 1968, veröffentlichte nach ihrem Studium der Literatur neben einem Roman zahlreiche Beiträge in der New York Times, Washington Post, Vogue und anderen Medien. Ihr biografisches Buch »Wild – Der große Trip« avancierte zu einem beispiellosen Erfolg in den USA und stand monatelang auf Rang 1 der deutschen Bestsellerliste. Von und mit Reese Witherspoon wurde es sehr erfolgreich verfilmt. Cheryl Strayed lebt mit ihrem Mann, dem Filmemacher Brian Lindstrom, und ihren beiden Kindern in Portland, Oregon.  (Quelle: Kailash)

Donnerstag, 6. August 2015

Rezension: Nebelmacher von Bernhard Trecksel


Infos zum Buch:

Einzelband
Verlag: Blanvalet
Autor: Bernhard Trecksel
Seiten: 512
Preis: 13,99 € (Paperback)
          10,99 € (Ebook)

Link zu Amazon

Interview mit Bernhard Trecksel auf Blanvalet

Extras: enthält eine Landkarte vorne und hinten im Buch


Beschreibung:

Clach, genannt »Totenkaiser«, ist ein Nebelmacher. Diese meisterlichen Assassinen töten im Dienste der Göttin des Mordens nicht nur den Körper, sondern können auch die Seele vernichten. Clach hat gerade einen Auftrag abgeschlossen, da erfährt er Ungeheuerliches: Seine Tötungen waren gar nicht von der Göttin sanktioniert – und damit wider ihr Gesetz! Clach macht sich auf die Jagd. Irgendjemand wird für diese Täuschung bezahlen. Doch der Totenkaiser ist längst selbst der Gejagte … (Quelle: Blanvalet)

Meine Meinung:

Die Handlung rund um den Totenkaiser spielt in einer mittelalterlich anmutenden Welt, in der unbeliebte Arkanisten eine Art Schutzwall aufrecht erhalten. Der Assassine dient dem Sharis-Kult und ermordet im Auftrag der Todesbotin bis sich herausstellt, dass er in Wirklichkeit all die Zeit die Morde im Auftrag eines anderen ausführt. Clach sinnt auf Antworten und versucht herauszufinden was es zudem mit den seltsamen Heimkehrern auf sich hat. Auch der Amboss-Krieger Ormgair und der brutale Inquisitor Greskegard haben es auf den Attentäter abgesehen. Auch die junge Templerin Morven aus dem Orden des Lichtfürsten führt eine heiße Spur auf Umwegen zu den Heimkehrern. Wie man sieht gibt es im Grunde genommen keine richtige Hauptfigur, wobei sich natürlich dennoch alles um den Totenkaiser Clach dreht. Besonders gut gefiel mir natürlich, dass jede Figur trotz ihrer Aufgabe dennoch ein ganz eigenes Motiv in die Stadt geführt hat. Bernhard Trecksel hat gekonnt alle losen Fäden zu einem Strang zusammengezogen, so dass sich die Handlung verdichtet und ihrem Finale auf interessante Weise nähert. Vor allem die Szenen, die öfter durch Perspektivwechsel erzählt wurden fand ich gelungen aufgebaut, so konnte man eine Szene oftmals durch zwei Figuren aus einem anderen Blickwinkel wahrnhemen.
Die Handlung spielt hauptsächlich wie erwähnt in einer mittelalterlichen Stadt. Es gibt verschiedene Stämme außerhalb und natürlich führt alles auf den großen Kampf der Titanen zurück, die eine wichtige Rolle in der Handlung einnehmen. Besonders gefallen haben mir auch die kurzen Einschübe zwischen den Kapiteln in denen man mehr über die Titanen und ihre Geschichte erfährt sowie ab und an ein paar Sichten der Bürger der Stadt.
Clach mochte ich soweit, nur hatte er schon ein ziemlich großes Ego, weil er sich in allem so perfekt wähnte. Beim Lesen merkt man aber schnell, dass er nicht immer alles unter Kontrolle hat und auch als Totenkaiser Fehler macht was ihn wiederum menschlicher wirken lässt. Ormgair fand ich toll. Genau wie Sanftleben ist er ein Barbar aus dem Amboss und sinnt auf Rache an den Kreen, die seinen Stamm dem Erdboden gleich gemacht haben, dennoch führt ihn sein Weg in die Stadt. Unterhaltsam fand ich es, als er versucht hat Morven die Gebräuche seines Stammes zu verdeutlichen. Morven ist wahrscheinlich die jüngste Figur in Nebelmacher. Sie hat mit ihrem Status zu kämpfen und fühlt sich sichtlich unwohl in ihrer Rolle als Templerin. Erst nach und nach, vor allem nach einem großen Schicksalsschlag, kommt Morven ein wenig mehr aus sich heraus. Wen ich gar nicht mochte war Greskegard. Der Mann nimmt wirklich alle Mittel und Wege um an Informationen zu gelangen und geht desöfteren dafür auch mal über Leichen.
Das Ende ist relativ offen, ob das so beabsichtigt ist oder doch noch eine Fortsetzung folgen wird bleibt wohl unklar. An sich finde ich das offene Ende gar nicht mal so schlecht. Clach macht seinem Namen als Totenkaiser alle Ehre und auch die anderen Figuren kommen nicht zu kurz. Man hat so das Gefühl, dass das Ende auf etwas wirklich Großes hinausläuft, aber na ja, das bleibt dann auch wieder eine offene Frage, die es der Fantasie des Leser überlässt wie Nebelmacher enden könnte.
Die Idee mit dem Sharis-Kult fand ich recht interessant, darüber hätte ich gern mehr erfahren, ebenso wie den Nebelmachern und Nebeljägern – was mir ein zu kurz abgehandelt worden ist. Nur die Todesbotin fand ich ein wenig langweilig, als so herauskam was es mit ihr auf sich hatte. Danach fand ich sie nicht mehr so besonders spannend.
Alles in allem eine gelungene Geschichte, bei der mir vor allem der Erzählstil von Bernhard Trecksler gefallen hat. Trotz einiger Bandwurmsätze, hat er sehr viele anschauliche Metaphern genutzt und die Handlung nachvollziehbar aufgebaut, so dass im Grunde genommen keine der Figuren zu kurz kam. Obwohl die Kapitel recht lang waren, hat es mich bei diesem Buch gar nicht gestört und dank dem Schreibstil des Autors fiel das auch nicht weiter ins Gewicht.
Auch an eine Karte wurde gedacht, die man vorne und hinten beim Aufklappen im Buch ansehen kann. Finde ich super, dass daran gedacht worden ist.

Fazit:

Nebelmacher ist durchaus ein spannendes Debutwerk in das man mal reinlesen sollte. Wer Fantasy und Geschichten über Assassinen mag sollte einen Blick riskieren. Es gibt eine Menge Action und einige interessante Storywendungen. Wer nach Romantik sucht, sollte sich allerdings anderweitig umsehen.

Bewertung:


Zum Autor:

Bernhard Trecksel, geb. 1980 in Papenburg an der Ems, bezeichnet sich selbst als leidenschaftlichen Eskapisten und absoluten Geek. Die Kunst des Erzählens lernte und verbesserte er während unzähliger Stunden, die er mit Fantasy-Rollenspielen verbrachte. Seine Inspiration als Autor findet er in den alltäglichsten Dingen wie dem Lesen der Morgenzeitung, doch seine schriftstellerischen Idole sind die alten Meister wie H.P. Lovecraft, Robert E. Howard und J.R.R. Tolkien. In seiner Freizeit spielt er Videospiele, Brettspiele und (auch als Erwachsener immer noch) Rollenspiele oder liest Fantasy- und Horrorromane. Seit seinem Universitätsabschluss in Archäologie und Skandinavistik lebt er in Münster und arbeitet als Übersetzer, Rezensent und – seit seinem Debüt Nebelmacher – als Autor.  (Quelle: Blanvalet)

Montag, 3. August 2015

Montagsfrage: Wie schafft es eine Hauptfigur, sich bei dir unbeliebt zu machen?

Wie hat es eine Freundin letztens ausgedrückt als ich mich mal wieder über einen bestimmten Typ weiblicher Protagonistin aufgeregt habe? Es ist ein Kerl mit Titten. XD
In letzter Zeit begegnen mir immer weibliche Figuren, häufig in Fantasy/Dystopien mit denen ich mich absolut nicht anfreunden kann und die ich total unsympathisch finde.
Es ist nicht bei jeder dieser Figuren dasselbe Problem und auch ein wenig schwer in Worte zu fassen, aber wenn ich bei einer Protagonistin schon nach der Stecknadel im Heuhaufen suchen muss und nicht fündig werde um sie auch nur ein klitzekleines bisschen zu mögen, dann brauche ich meist auch ewig um ein Buch durchzulesen, weil ich einfach keine Lust drauf habe.

Dreiecksbeziehung: Damit fängt es schon an. Ich mag durchaus Dreiecksbeziehungen, aber wenn sie so typisch klischeemäßig aufgebaut worden sind fängts an zu nerven. Erst mal ist es total unrealistisch, dass eine Frau im echten Leben mal zwischen zwei Kerlen steht, die um sie buhlen (noch ein Aufreger: Wieso muss sich das Weib nicht selber anstrengen um an einen Kerl zu kommen? Wieso laufen die den Frauen immer wie Hündchen hinterher?!) und ich finde es total nervig, wenn die Prota sich absolut nicht für einen Jungen entscheiden kann und immer wieder mit dem einen oder dem anderen knutscht oder sonst was tut. Es nervt einfach nur. Ich mag Figuren, die Entscheidungen treffen können lieber. Da will ich nicht drei Bücher lang warten, bis Madame sich endlich mal entschieden hat.

Mann mit Titten-Phänomen: Ich habe bereits drei Bücher in letzter Zeit gelesen in denen ich die weiblichen Prota einfach viel zu unterkühlt fand - viel zu männlich. Klar, hin und wieder hat eine mal versucht lustig zu sein, aber wenn man die Figuren nicht mag ist das auch eher ein Schuss nach hinten. Dazu gehört die Dreiecksbeziehung, sie geht oftmals über Leichen und ist viel zu sehr auf sich selbst fixiert - oder versinkt ständig in Selbstmitleid. Am besten noch mit einer tragischen Vergangenheit um für alles eine Entschuldigung zu haben.

Heulattacke: Wenn eine Figur weint ist das okay. In einigen Fällen ist es durchaus nachzuvollziehen, aber bitte nicht in einer Tour. Wenn sie ständig jammert mag ich auch nicht weiterlesen.

Ich-schaffe-nichts-ohne-meinen-Freund-Protagonistin: Schrecklich! Nichts ist schlimmer als eine Heldin die gar nichts allein auf die Reihe bekommt und immer auf die Hilfe ihres Lovers angewiesen ist. Das mag ich absolut nicht. Ich finde Figuren besser, die auch mal etwas alleine duchziehen können. Mag vielleicht Männer geben, deren Helfersyndrom das anspricht, aber mich als Frau absolut nicht. Wenn die Heldin in einer Tour von ihrem Lover gerettet werden muss, will ich das Buch am liebsten gegen die nächste Wand pfeffern.

Logik? Scheiß drauf!: Ich mags nicht so gerne, wenn Figuren Dinge tun, die total unlogisch wirken. Zum Beispiel: Die Heldin ist in einer schlimmen Situation und wie aus dem Nichts taucht ihr Lover auf, als hätte er hinter dem nächsten Vorhang nur auf seinen Auftritt gewartet. Das geht gar nicht.

Eifersucht: Bitte nicht en masse! Besonders die Männer wirken in einigen Büchern so dermaßen krankhaft eifersüchtig, dass ich sie gerne zum Therapeuten schicken würde. Besonders, wenn sie gerade erst mit einer Heldin zusammen sind und kaum redet sie mit einem männlichen Exemplar will der Liebhaber dem Fremden gleich an die Kehle springen. Das macht die Männer echt nicht sympathisch, wenn sie bei solchen Lappalien gleich auf 180 sind.

Auf deine Verantwortung: Ich weiß nicht wo ich das zuletzt gelesen habe. Eine Figur ist aus leichtsinn in einer gefährlichen Situation gelandet und meinte nur so á la ich tue es auf seine Verantwortung (die andere Figur wusste von gar nichts). Das ist wieder so eine Logik von Figuren, die ich nicht mag. Alles auf andere abschieben finde ich ist ein Arschloch-Charakterzug.

Macho-Männer: Muss ich dazu noch viel sagen? Ich glaube nicht. XD

Bad Boys: In Büchern gerne, aber im echten Leben würde ich solchen Typen so was von aus dem Weg gehen. Manchmal nervt es nur, wenn sie als Bad Boy abgestempelt werden, sie aber eigentlich keiner sind. Ich verstehe auch oft nicht wieso die Heldinnen unbedingt mit einem Typen zusammen sein wollen, der sie ständig schlecht behandelt.

Der geheimnisvolle Fremde: Jede Heldin verliebt sich in ihn und allein das nervt mich schon. Die meisten Heldinnen können dann kaum noch klar denken und haben sprichwörtlich Herzchen in den Augen. Hallo? Der Kerl ist auch nur ein Mensch/Figur.

Die schüchterne-Nummer-Tour: Herrlich, die Heldin ist schüchtern und wie durch ein Wunder bekommt sie ihren Schwarm (wenn man schüchtern ist läuft das ja auch wie am Schnürchen lol) und vor allem, wenn die Figuren dann im Bett landen fragt man sich nur noch: Ah ja und wo ist die bitte schüchtern? Was für ein Luder. XD

Miss Perfect: Ich glaube dazu muss ich auch nicht viel sagen.

Der Freund aus der Friendzone: Ich finde es so nervig, wenn es immer einen total tollen Typen gibt, der in ein Mädchen verliebt ist und sie sich an den geheimnisvollen Fremden oder den coolsten Typen an der Schule schmeißt und er in der Friendzone landet ohne, dass er überhaupt mal eine Chance bekommt. Dadurch wirken die Mädels doch ziemlich oberflächlich und der Junge wie ein Waschlappen, wenn er sich selbst keine Mühe gibt und nichts versucht.

Zukunft? Wozu? Ich habe doch einen heißen Lover!: Ich mag es nicht, wenn Heldinnen vor der Wahl stehen - Freund oder Beruf. Wenn sie alles wegen ihrem Freund aufgibt, will ich solche Figuren meist nur schütteln und sie fragen ob sie eigentlich wirklich glaubt, dass die Beziehung bis an ihr Lebensende anhält damit der Kerl sie praktisch mitdurchfüttert. Also ich finde es wichtig, dass eine Figur nicht zu abhängig von der anderen ist und seinen eigenen Weg geht.

Ihr Freund? Jetzt ist es meiner!: So eine Heldin hat es auch mal bei mir verschissen. Ich mag es nicht, wenn Figuren in einer festen Beziehung sind und die Prota klaut sich dann den Freund ihrer besten Freundin oder von einer anderen. Wenn die Andere so eine richtige Zicke ist, wäre es ja okay, aber so mag ich das Verhalten echt nicht.

Ich vermisse die richtig sympathischen Mädels aus meinen Jugendromanen, die ich früher so gelesen habe. So eine, die man von der ersten Seite an mag, die fröhlich ist, abenteuerlustig und ich weiß auch nicht, eine die mich wirklich mitreißt und die ich selber gerne zur Freundin haben würde. So eine Heldin hatte ich schon lange nicht mehr in Büchern. =/

Sonntag, 2. August 2015

Schreibtagebuch #1

Da ich ja auch viel schreibe habe ich beschlossen Ende jeden Monats auch noch ein kurzes Fazit zu posten was ich so in der Zwischenzeit getippselt, geplant und geplottet habe.

Wie bereits berichtet habe ich im Juli hauptsächlich an meinem Beitrag des Camp NaNoWriMo geschrieben, der allerdings noch nicht komplett beendet ist. Es fehlen noch einige Kapitel. Wie viel kann ich noch nicht genau sagen. Ich hoffe allerdings, dass es nicht mehr allzu viel wird. Ab der zweiten Augusthälfte beginne ich bereits mit dem zweiten Teil, der einige Zeit danach spielt. Hauptsächlich geht es darum, dass die beiden Jungs darum kämpfen müssen ihre Beziehung zu erhalten, nicht nur weil sie durch ihre Jobs ständig voneinander getrennt sein werden, sondern auch weil es reichlich Rivalen geben wird und wenn man über einen längeren Zeitraum getrennt ist kann es ja durchaus vorkommen, dass man sich auseinander lebt. Das ist also ein wenig das Thema über das ich schreiben werde. Kiano und Leandro werden das schon packen. Irgendwie. ;D

Leider habe ich im Juli nur ein Kapitel bei Dragon Hunter geschafft. Na ja, besser als gar nichts. Die Geschichte wird etwa 25-30 Kapitel haben. Also durchaus etwas Längeres und ich bin erst bei Kapitel 12. Es wird also noch eine Weile dauern. Dank meiner Schreibpartnerin, die mir ab und an ein wenig auf die Sprünge geholfen hat konnte ich meine Ideen ein wenig besser weiterentwickeln und werde demnächst natürlich auch an Dragon Hunter weiterschreiben.

Zwei neue Fantasyprojekte stehen außerdem in den Startlöchern. Beides GayRomance. Die Prophezeiung des Sehers habe ich bereits grob entwickelt, bin aber noch fleißig am plotten. Es geht um einen Seher, der in seinen Visionen den Untergang der Welt sieht und aufbricht um dies zu verhindern. Natürlich nicht im Alleingang. Der Gute ist nicht gerade fürs Kämpfen geeignet. Auf seinem Weg begegnen ihm viele andere Figuren, die sich dem Seher anschließen werden. Derzeit ist es ein noch Einzelband. Ich muss abwarten wie groß das Projekt wird.

Im zweiten Projekt Der letzte Erbe an dem ich derzeit etwas mehr tüftele geht es um darum, dass ein König ermordet wird und es jemand auf die ganze Familie abgesehen hat. Der Prinz Tristan entkommt und wird auf eine entlegene Insel gebracht, doch auch dort trachtet man ihm nach dem Leben. Der Protagonist ist 15 Jahre alt und es wird zwar recht rau zugehen, allerdings werde ich bei dieser Geschichte auch eine zarte Liebesgeschichte einflechten, eine Menge Intrigen spinnen sowie Actionszenen en masse. Es wird definitiv ein Einzelband und auch nicht allzu lang. Mehr als 300 Seiten bestimmt nicht.

Was steht für August an?

Auf jeden Fall schreibe ich an Dragon Hunter weiter, der Fortsetzung von Viva Italia (Arbeitstitel), versuche meine Vampirgeschichte Mondscheinkuss zu beenden sowie meinen Roadnovel/Thriller The Weapons Dealer.

Monatsrückblick Juli 2015

Ich habe bereits mehrnals versucht einen Rückblick zu machen, bin aber doch irgendwie nie dazu gekommen mich da mal richtig hinterzuklemmen. lol
Im Juli bin ich leider nicht so viel zum Lesen gekommen wie ich es gerne getan hätte. In erster Linie natürlich wegen des Camp NaNoWriMo und die ersten heißen Julitage hatte ich nicht wirklich Lust zu lesen. Ich hoffe mal im August schaffe ich wieder etwas mehr, auch wenn ich nebenbei wieder mehr zeichnen und natürlich auch weiterhin schreiben werde. =)

Diesen Monat gab es also nur 2 ausgelesene sowie ein paar angefangene Bücher. Vier Nachzügler kamen dann noch glücklicherweise mit der Post an, nachdem ich etwa einen Monat dank des Poststreiks drauf habe warten müssen. Ich gebe mir Mühe diese auch noch im August durchzulesen.

Obwohl die Fantasybücher zurzeit ein wenig überwiegen sind diesmal auch wieder andere Genre mit dabei. Ich mags eben kunterbunt. ;D
Nebenbei war ich auch ein klitzekleines bisschen fleißig und habe ungefähr die Hälfte meiner Manga in der dazugehörigen Spalte einsortiert sowie auf Lovelybooks begonnen einige meiner älteren einzusortieren sowie einen Schwung meiner englischen Ebooks. Ich bin noch lange nicht fertig, der SuB ist ziemlich hoch, aber so habe ich nebenbei noch genug Zeit um einige auszusortieren die ich absolut nicht lesen will/werde. Vor allem 2012 als es so unendlich viele Gratisaktionen gab habe ich mir ziemlich viel Krempel auf den Kindle geworfen, der von der Qualität her auch nicht gerade lohnenswert war. Mittlerweile halte ich mich schon ganz gut zurück und hole mir wirkllich nur noch das was mich auch interessiert.

Gelesene Bücher im Juli


Klang der Wolken von Soname Yangchen (Rezension)

Im Juni habe ich noch fix meine Biografie Wolkenkind von Soname Yangchen durchgelesen, da ich bei Integral ihre neue Fortsetzung Klang der Wolken angefragt habe. Ein wunderbares Buch. Ich empfehle aber wirklich Wokenkind davor zu lesen, da sonst doch einiges an Hintergrundwissen fehlt.

Kein Tag für Jakobsmuscheln (Der erste Fall für Kommisar Leblanc) von Catherine Simon (Rezension)

Auf den Krimi habe ich es schon länger abgesehen. Ich mag Krimis, die in Frankreich spielen und ich wollte auch mal wieder etwas lesen, das nicht so lang ist. Mit 250 Seiten war es also genau das Richtige für den Sommer. So ein richtiger Kracher war es zwar nicht, aber der Krimi hat mich doch gut unterhalten können und mit der Fischindustrie auch ein recht aktuelles Thema angesprochen.

WILD - Der große Trip von Cheryl Strayed

Da ich dank dem Poststreik keine Bücher anfragen konnte habe ich dieses Buch als Ebook angefragt und hatte das Glück es lesen zu dürfen. Auch das erste Ebook, das ich über Bloggerportal angefragt habe und ich bin froh, dass alles so gut geklappt hat. Ich hänge noch ein wenig zurück, aber ich hoffe es die nächsten Tage auslesen zu können. Ich mag solche Bücher über Trips wirklich gerne (auch Roadtrips!) und da ich bereits den Film gesehen habe wollte ich noch mal das Buch lesen. Ich muss sagen vieles ist wesentlich verständlicher, wenn man die Biografie von Cheryl liest, der Film hat einige Aspekte ihres Lebens doch wirklich sehr kurz abgehandelt.

Die Gärten des Mondes (Das Spiel der Götter 1) von Steven Erikson

Ich habe mir das Buch mal in Neuss in einer supertollen riesigen Buchhandlung gekauft, bin aber bis jetzt nie dazu gekommen es mal zu lesen. Jetzt habe ich es mir aus dem Regal gekrallt und bereits die ersten 300 Seiten verschlungen. Mir gefällt die Erzähltechnik des Autors und ich bin noch gespannt wie sich die Geschichte in den nächsten Bänden entwickeln wird.

Nebelmacher von Bernhard Trecksel

Endlich mal wieder ein Fantasyeinzelband. Es gibt echt zu viele Buchreihen. XD
Ich mag das Buch und habe es so gut wie durch. Ich finde es toll wie sich der Kreis um die Figuren mit der Zeit zusammenzieht und es gibt eine Menge Action so wie ich es gerne mag. Wer nach Romantik sucht sollte sich allerdings anderweitig umsehen.

Isabelle (Band 1) von Marie Cordonnier

Ich habe mir die ganze fünfteilige Reihe vor einiger Zeit bei Weltbild gekauft, weil sie so billig war und habe jetzt mit Band 1 begonnen und bin hin- und hergerissen. Einerseits gibt es so viele Punkte im Buch, die mich total nerven und dann widerum gibt es doch noch Stellen die interessant sind. Eigentlich lese ich nicht so gerne reine Liebesromane, da ich es absolut nicht mag, wenn das ganze Liebesgesülze im Vordergrund steht, aber manchmal ist man eben doch neugierig. XD
  

Meine Nachzügler von Bloggerportal/Ausblick auf August


Band 1
Eine GayRomance Fantasy-Buchreihe auf die eine Freundin mich aufmerksam gemacht hat. Ich bin schon sehr gespannt drauf es zu lesen. =D

Band 1
Noch mehr Fantasy. Ein etwa 700-Seiten dicker Schinken um den ich schon eine Weile herumgeschlichen bin. Die Handlung klingt jedenfalls sehr interessant. 

Einzelband
Ich habe sehr gefreut, dass ich dieses Buch rezensieren darf und kann es kaum abwarten damit zu beginnen.

Band 1
Ich dachte erst es ist ein Einzelband, aber es scheint eine Buchreihe zu sein. Ich denke es könnte in etwa so sein wie die Black Dagger-Reihe in jedem Band also ein anderes Pairing, ist aber nur eine Vermutung meinerseits. Bei Büchern in denen es um Drachen geht kann ich kaum widerstehen. Na ja, mal sehen wie dieses Buch ist.

Neu im Regal


Einzelband
Mein Vater ist seit Jahren Mitglied bei Bertelsmann und bekommt hin und wieder ein Buch im Zufallsmodus zugeschickt. Diesmal hatte ich Glück. Nach Die Erbin gab es diesmal direkt im Anschluss Grishams neusten Roman Anklage, den Paps mir auch geschenkt hat. Wenn ich etwas mehr Zeit finde lese ich die beiden Wälzer nächsten Monat. 

Band 1
Ich habe vergessen, ob ich den Roman im Juni oder im Juli gekauft habe. Na, sei es drum. XD
Den habe ich mir im Bauhaus gekauft, da gibt es auch ein Regal mit ein paar Büchern und wenn ich Bücher über Japan sehe werde ich auch immer gleich schwach. Da konnte ich bei Japantown einfach nicht widerstehen.

August-Neuheiten, die mich interessieren


Einzelband

Band 2

Einzelband

Einzelband

Band 2

Einzelband

Einzelband

Einzelband

Einzelband

Einzelband

Band 1

Wie sah es bei euch im Juli so aus? Hinterlasst bei den Kommis einfach einen Link, sofern ihr selbst Monatsrückblicke in euren Blogs postet. Ich stöbere gerne. =)