Samstag, 26. September 2015

Rezension: Der Verräter - Falsches Spiel im Stuttgarter Kessel von Sybille Baecker


Infos zum Buch:

Band 2
Originaltitel
Verlag: Sutton
Autorin: Sybille Baecker
Seiten: 368
Preis: 12,99 € | Ebook: 9,99 €

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Band 1: Das Recht zu töten

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Beschreibung:

Kirstin Schwarz muss wütend mit ansehen, wie ein 14-Jähriger von Skinheads zusammengeschlagen wird. Sie setzt sich auf die Spur der Schläger und findet schnell heraus, dass nicht nur die Neonazis Dreck am Stecken haben. Auch ihre Partner und die Stuttgarter Polizei verhalten sich merkwürdig. Warum will niemand dem Jungen helfen? Und warum musste ein Verdächtiger sterben? Wem kann Kirstin noch vertrauen? (Quelle: Sutton-Verlag)

Meine Meinung:

Ohne Vorkenntisse des ersten Bandes bin ich in den zweiten dennoch gut reingekommen. Die Geschichte spielt in Stuttgart und wer dort wohnt wird sicher einige Ecken wiedererkennen. Die Autorin ist zwar auf einige Orte eingegangen, trotzdem blieb das Hauptaugenmerk auf der Handlung und hat die meiste Zeit in Kirstins Wohnung, ihrem Arbeitsplatz, der Polizei oder an Gios Arbeitsplatz und Wohnung gespielt.
Kirstin mochte ich Anfangs, doch ihre rebellische Art hat die Sympathie leider ein wenig runtergeschraubt, weil sie ständig auf 180 war und sich wegen jedem bisschen aufgeregt hat. Auch ihre ewige Leier das dumme Naivchen das nichts weiß zu spielen, war mir auf Dauer doch zu anstrengend. Was mir gefiel war, dass die Autorin hier hin und wieder noch einige Hinweise zu Kirstins Leben eingestreut hat. Dominik fand ich auch sehr interessant, aber allzu viel will ich an dieser Stelle nicht über ihn verraten. Mit wem ich so gar nicht klar kam war Gio. Sein Kontrollzwang ging mir arg auf die Nerven und die Streitgespräche mit Kirstin und sein übermäßiger Beschützerinstinkt haben mich nicht gerade bei Laune gehalten. Und ich weiß auch nicht, es war einfach seine ganze Art, die mir nicht sonderlich gefallen hat.
Was auch nicht so toll war, war eben dass der Grundton in diesem Buch doch sehr aggressiv war. Ständige Streitereien und dieses nervenaufreibende Katz-und-Maus-spielen mit der Polizei, was Kirstin oftmals auch nicht gut hat dastehen lassen gefielen mir nicht so gut.
Interessant war dafür der Fall an sich. Denn was eingangs passiert nimmt immer tiefere Abgründe an und scheint es Anfangs noch ein ganz normaler Überfall zu sein, so steckt viel mehr hinter diesem Fall als man dachte. Die Polizei ist auch nicht wirklich hilfreich. Kirstin bekommt oftmals Hinweise, dass sie die Finger von dem Fall lassen soll – was sie natürlich nicht tut und so kommen einige spannende Szenen vor, überraschende Wendungen und ein zwar wenig spektakuläres Finale, aber dafür trotz der Niederschläge die Kirstin im Verlauf der Handlung einstecken muss, gibt es zwischendurch doch ein paar Momente in denen die Figuren sich beweisen können.
Der Schreibstil in der Ich-Perspektive hat mir total gut gefallen, da die Autorin genug Abwechslung in den Text reingebracht hat, so dass es sich flüssig lesen lässt und man nach einiger Zeit gar nicht mehr richtig wahrnimmt, dass sie in der Ich-Perspektive geschrieben hat. Bei einigen Texten fällt so was ja manchmal doch stark ins Auge und stört den Lesefluss. Hier war es sehr angenehm und auch die Kapitel waren immer in kleine Abschnitte unterteilt, so dass man an jeder x-beliebigen Stelle weiterlesen kann.
Ich werde trotzdem noch mal den ersten Band lesen um die Figuren besser kennenzulernen und auch weil ich Kirstins ersten Fall lesen möchte.

Fazit:

Ein ernster Krimi mit heiklem Thema und einer entschlossenen Frau, die trotz ihrer eigenen Schwächen vor nichts zurückschreckt. Ein spannendes Buch allemal und wer Krimis mag sollte durchaus reinlesen. Mir gefiel die Stimmung nicht so sehr, aber alles in allem hat die Autorin sehr gute Arbeit geleistet und mich beim Lesen ordentlich bei der Stange gehalten.

Bewertung:


Zur Autorin:

Sybille Baecker hat sich mit ihrer Serie von Tübingen-Krimis um den Kommissar und Whiskyfreund Andreas Brander einen Namen gemacht. Sie lebt als freiberufliche Autorin und Dozentin für Schreib-Workshops südlich vor den Toren Stuttgarts. (Quelle: Sutton)

Freitag, 25. September 2015

Rezension: Dodos Fest von Stefanie Erdrich


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Books on Demand
Autorin: Stefanie Erdrich
Seiten: 168
Preis: 7,99 € | Ebook: 5,45 €

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Beschreibung:

Konrad ist neu in der Schule und kommt aus Hamburg. Dodos beste Freundin Paula hat natürlich gleich ein Auge auf ihn geworfen. Zu Dodos Überraschung hat Konrad aber anscheinend kein Interesse an ihrer bildhübschen Freundin. Dodo verkriecht sich dennoch lieber in ihre Manga-Leidenschaft – in jeder freien Minute muss sie zeichnen. Auf einer gemeinsamen Fahrt nach Hamburg kommen sich Dodo und Konrad dann näher, als Dodo ist mit ihrem Vater die Eltern ihrer Stiefmutter besucht. Konrad will zu seinem Großvater, einem Republikflüchtling. Es hätte so ein schöner Urlaub werden können. Doch die überraschende Nachricht vom Baby und die mit Paula geplante Jugendweihe lassen alles aus dem Ruder laufen. Eine turbulente Geschichte zwischen Berlin und Hamburg, die von der ersten Liebe, Verrat und der Geschichte der eigenen Familie zu den Zeiten des eisernen Vorhangs erzählt. Ein Jugendroman nicht nur für Mädchen ab zehn Jahren. (Quelle: Homepage der Autorin)

Meine Meinung:

Ein schönes Buch für jüngere Leser, dass bei mir ein paar Erinnerungen an die Schulzeit geweckt hat und natürlich auch meine Anfänge beim Zeichnen. Das Cover ist nicht überfüllt und sieht sehr schön aus, auch das Buch an sich ist sehr stabil und das Innenleben lädt zum Lesen ein.
Dodo war recht sympathisch, wirkt anfangs ein wenig zurückhaltend kommt aber bei den richtigen Personen und an Orten an denen sie sich wohl fühlt durchaus aus sich heraus. In einigen Fällen merkt man trotzdem, dass sie eben noch ein kleines Kind ist, wenn sie sich wieder trotzig verhält.
Die Familienverhältnisse wurden ansprechend dargestellt und es gibt auch ein paar Geheimnisse, die man im Verlauf der Handlung erfährt.
Groß geschrieben wird hier auch das Thema Freundschaft und die erste Liebe, hier angedeutet zwischen Dodo und Konrad. Klar, dass dann auch die Freundschaft der beiden Mädchen arg am Kippeln ist.
Von Hamburg hat man nicht allzu viel mitbekommen, aber es gab doch ein paar Anhaltspunkte wo die Story gerade gespielt hat.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und für jüngere Leser und Junggebliebene ist es auf jeden Fall sehr gut aufgeteilt worden. Kurze Säze, kurze Kapitel die zum Weiterlesen animieren und eine einfache Handlung, die zwar wenig Tiefgang hat, dafür aber ein wenig geschichtliche Themen über die DDR und die Jugendweihe bietet.
Das Buch bietet kurzweilige Unterhaltung und man kann es auch prima im Wartezimmer, in Bus & Bahn oder sonst wo lesen.
Für meinen Geschmack hätten dem Buch ein paar mehr Seiten gut getan, aber alles in allem kann ich nicht klagen. Ich hatte Anfangs das Gefühl, für das Buch doch schon zu alt zu sein, doch der letzte Teil im Buch hat das Ruder wieder herumgerissen und war interessant zu lesen.
Das Ende ist relativ offen und lässt Raum für etwas Fantasie, man merkt dafür aber, dass Dodo ein bisschen fürs Leben dazugelernt hat.

Fazit:

Ein schönes Jugendbuch für jüngere & ältere Leser mit der ersten Liebe und etwas unbeholfenen, aber sympathischen Protagonisten und interessanten Konflikten innerhalb der Familie und zwischen Freunden.

Bewertung:


Zur Autorin:

Geboren 1971 in Offenburg, habe ich in Mainz, Arlington/ Virginia (USA) und Hamburg Politikwissenschaften und Amerikanistik studiert.
Beruflich schreibe ich seit Jahren, darunter wissenschaftliche, journalistische und PR-Texte.
Die literarische Schreibleidenschaft ist noch ein wenig älter. Ich schreibe Kurzgeschichten, Textminiaturen und Gedichte, meinen Jugendroman „Dodos Fest“ habe ich im Frühjahr 2015 als E-Book veröffentlicht.
Gerne unterrichte ich „Kreatives Schreiben“, angefangen hat alles in einer Volkshochschulklasse mit erwartungsvollen Schreibschülern zwischen 17 und 70. Seit Mai 2015 führe ich meinen Blog mit wöchentlichen Schreibanregungen. (Quelle: Homepage)

Donnerstag, 24. September 2015

Rezension: Lex Play von Roswitha Pörings


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Äffchen-Verlag
Autorin: Roswitha Pörings
Seiten: 249
Preis: 12,99 € | Ebook: 3,99 €

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Beschreibung:

Der 18 jährige Alex Reimann ist Sohn, großer Bruder und Schüler. Ständig fordern seine Eltern, dass er sich mehr in die Familie einbringen soll. Seine Schwester ist nur dann aus seinem Zimmer zu verbannen, wenn er absperrt und in der Schule sitzt er einfach die Zeit ab.
Doch online kennt man ihn als Lex Play. Den Youtube-Gamer mit über einer Million Abonnenten. Seine Freunde hier kennen ihn richtig, auch wenn sie ihn nie gesehen haben.
Als er die Einladung erhält, eine neue Spieltechnologie zu testen, nimmt er neugierig an. Jedoch hat er da noch keine Ahnung, wie real das Spiel wirklich wird. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Für den Let's Player Alex, den alle auf Youtube nur unter Lex Play kennen, ermöglicht sich eine große Chance. Als Leser erlebt man mit wie er an einem spannenden Testversuch eines Virtual Reality-Games teilnimmt und tiefer darin eintaucht als ihm lieb ist. Eine interessante Idee, allerdings für mich nichts absolut Neues, da es bereits einige Filme und Animeserien gibt, die das Thema Virtual Reality & Computerspiel behandelt haben. Trotzdem war es schön, dass es hier auch noch um ein anderes Thema ging mit dem ich selber an sich aber nicht so viel am Hut habe: Let's Plays. Dennoch hat es mir gefallen all die Themen auch mal gebündelt in einem Buch wiederzufinden.
Alex führt ein Leben wie jeder andere. Er hat eine Sache für die er sich interessiert, verliert das Interesse an seiner Umgebung und seinen Mitmenschen und hat nur noch Augen für seine Fans und Computerspiele was seiner Familie eher ein Dorn im Auge ist. Ich denke viele waren selber schon mal in solch einer Situation in der man das Wichtigste im Leben aus den Augen verliert. Bei dem neuen VR-Spiel, dass Alex testen darf bekommt er am eigenen Leib zu spüren, dass er nicht vor der Realität fliehen kann. An sich ist er ein interessanter Protagonist und wirkt auch ganz nett, im Spiel wirkt er allerdings doch Anfangs ein wenig feige und man merkt, dass ihn die anderen schnell nerven. Hin und wieder wächst er allerdings auch über sich hinaus.
Sehr schön ist hier, dass die Spieler und vor allem Gruppierungen sich schnell herauskristallisieren, doch es gibt auch Verräter und aus Feinden können Freunde werden oder andersherum.
Die Spielwelt ist interessant erdacht worden und auch wenn es Anfangs nur langsam in die Gänge kam hat das Abenteuer schleichend an Fahrt aufgenommen und es war spannend mit den Figuren herauszufinden was denn nun das eigentliche Ziel des Spieles ist und um bedenken auszuräumen: es gibt auch durchaus ein spannendes Finale.
Anfangs noch ein Spiel, verlieren die Figuren schnell den Überblick, können nicht mehr zwischen Spiel und Realität unterscheiden und als aus der ganzen Sache bitterer Ernst wird überstürzen sich die Ereignisse und zeigen das wahre Gesicht der Spieler.
Soweit hat mich das Buch auch sehr begeistert, es war ein Wechselbad der Gefühle und doch gab es leider einige Dinge, die mich nicht so fesseln oder überzeugen konnten. Zum einen war das die Lovestory in der Geschichte, die mir zum Ende hin ein wenig sehr nervig war. Das ist allerdings Geschmackssache. Eine reine Freundschaftsgeschichte hätte mir hier wesentlich besser gefallen und das Ende wirkte als hätte die Autorin da ein wenig das Wesentliche der Handlung aus den Augen verloren, denn das Problem innerhalb der Familie wurde einfach übergangen und gar nicht gelöst, wenn man bedenkt, dass Alex die Schule abbrechen wollte und der Vater gegen sein Hobby als Let's Player war. Darauf wurde so gar nicht mehr eingegangen und das fand ich doch ein wenig schade.

Fazit:

Wer begeisterter Gamer ist oder allgemein solche Geschichten über Spieler in fremden Welten mag sollte durchaus reinlesen. Es ist auf jeden Fall mal ein anderes Abenteuer und ein kurzweiliges Jugendbuch mit einer Menge Actionszenen und überraschenden Wendungen. Auch die Tätigkeit von Let's Playern auf Youtube wird etwas näher beleuchtet, so dass auch Laien ein wenig mehr davon erfahren können. Ich denke Jungs und Mädchen kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.

Bewertung:


Zur Autorin:

Roswitha Pörings ist im Juni 1983 geboren. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im mittelfränkischen Roth. In ihren Büchern erlebt sie mit den Figuren nervenzerreißende Abenteuer oder auch bauchkribbelnde Gefühle. Bei Youtube zeigt Roswitha Pörings Videos über ihre Leseleidenschaft und erfreut sich am Austausch mit ihren Lesern bei Facebook. „Schicksalsfenster - Verliebt in einen Helden“ war ihr Debütroman, den sie als Selfpublisherin veröffentlichte. Weitere Jugendbücher sind derzeit in Planung. (Quelle: Amazon)

Donnerstag, 17. September 2015

Rezension: Der Tanz des Mörders von Miriam Rademacher


Infos zum Buch:

Originalausgabe
Verlag: Carpathia
Autorin: Miriam Rademacher
Seiten: 288
Preis: 14,90 € | Ebook: 9,99 €

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Beschreibung:

Wegen einer – wie immer – verlorenen Dartpartie wird Ex-Tanzlehrer Colin von Pfarrer Jasper Johnson dazu verdonnert, der gehässigen Mrs Summers die Zeit zu vertreiben. Als er die alte Dame eines Morgens tot in ihrem Cottage vorfindet und im Wald eine Mädchenleiche auftaucht, ist ihm schnell klar, dass die beschaulichen Tage seines Vorruhestandes gezählt sind. Zusammen mit der kleinwüchsigen Krankenschwester Norma machen sich Colin und Jasper auf die Suche nach dem Mörder, der eine eigenartige Vorliebe für Küchenutensilien als Mordwaffe zu haben scheint. Wer könnte überhaupt ein Interesse am Tod der schrulligen Alten haben? Hat Mrs Summers, die stets mit Fernglas und Kamera in die Gärten und Häuser ihrer Nachbarn spähte, zuviel gewusst? Das Hobbyermittlertrio schmiedet einen Plan, wie man Colins über die Jahre geschulte Menschenkenntnis nutzbringend einsetzen kann: Dazu müssen bloß alle Verdächtigen aufs Tanzparkett… (Quelle: Carpathia)

Meine Meinung:

Ein wirklich tolles Buch. Den Krimi habe ich gerne gelesen und für mich hat er so ziemlich alles beinhaltet was ich selber gerne mag. Ein kniffliger Mord bei dem man die meiste Zeit wirklich im Dunkeln tappt, ein Dorf mit lauter skurrilen Einwohnern, einer Ermordeten mit einem etwas eigenwilligen Hobby, ein duftes Ermittlertrio mit wiedererkennbaren Figuren und dazu eine deftige Prise Humor. Wer also nicht so gerne blutige oder todernste Krimis liest sollte hier unbedingt mal reinlesen. Ich habe mich für meinen Teil bestens unterhalten lassen.
Die Ermittler bestehen aus dem ehemaligen in die Jahre gekommenen Tanzlehrer Colin, der Kleinwüchsigen Norma die eine wahre Frohnatur ist und auch ein bisschen die treibende Kraft der Möchtegern-Ermittler darstellt und Pfarrer Jasper, der so gar nicht ist wie man sich einen typischen Geistlichen vorstellt und der mit allen Wassern gewaschen ist. Ich finde dieses Trio wunderbar und auch ihre Art miteinander umzugehen hat mir richtig gut gefallen. Es gab teilweise wirklich viele Momente zum Schmunzeln und Lachen.
Der Fall um die ermordete Mrs. Summers war spannend und die Ermittlungsarbeit gefiel mir sehr. Auch die Idee mit der Tanzschule hat einigen frischen Wind in das Dorf gebracht und Colins Gabe anderen Menschen anzusehen wie sie ticken hat mir gut gefallen. Man hat so einiges über die Verdächtigen erfahren können und auch Jaspers und Normas Methoden an Informationen zu gelangen waren unterhaltsam und keineswegs langweilig.
Was mir weniger gefallen hat war die Beziehung zwischen Colin und Lucy. Ich konnte einfach mit diesem großen Altersunterschied von über zwanzig Jahren nichts anfangen und ich fand auch, dass Lucy vom Charakter her nicht so gut zu Colin passt. Mir war sie einfach zu langweilig und für Colin hätte ich mir jemanden gewünscht, der ihn so ein wenig aus der Reserve zieht, weil er selbst schon so eine ruhige Figur ist. Das Geheimnis um Lucy war zwar auch interessant, aber meiner Meinung nach viel zu sehr in den Vordergrund gerückt worden. Norma und Jasper hat sie damit leider so ein wenig die Show gestohlen und man hat mehr über Lucy erfahren, als über die anderen beiden. Das gefiel mir nicht so gut, weil Lucy ja doch eher zu den Nebenfiguren zählt.
Das Ende ist zwar nicht so überraschend, aber trotzdem gut eingefädelt worden. Mir hat es gefallen und durchaus Sinn ergeben bzw. war nachvollziehbar.
Alles in allem fand ich den Krimi toll. Ich lese nicht so oft solche witzigen Krimis, was ich dennoch öfter tun sollte und was mir besonders gut gefallen hat waren die verschrobenen Dorfbewohner und diese drei Ermittler die mich beim Lesen echt bei Laune gehalten haben.
Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Ich finde auch das Buch sticht durch das tolle Cover besonders hervor, dass ich wirklich klasse finde und mir auch gerne immer mal wieder anschaue.

Fazit:

Wie oben erwähnt ist dieser Krimi etwas für Leser, die es nicht so gerne blutig und düster mögen und lieber etwas zur Unterhaltung wollen, aber auch allen anderen kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Der Text liest sich flüssig und schnell und die Story wechselt gekonnt zwischen heiteren und ernsten Momenten.

Bewertung:


Zur Autorin:

Miriam Rademacher, Jahrgang 1973, wuchs auf einem kleinen Barockschloss in den Tiefen des Emslandes auf und begann früh mit dem Schreiben. Seit 2008 hat sie zahlreiche Kurzgeschichten, mehrere Fantasy-Romane und ein Kinderbilderbuch veröffentlicht. Mit »Der Tanz des Mörders« wagt sich die Tanzlehrerin und Autorin erstmals aufs Krimiparkett. (Quelle: Carpathia)

Dienstag, 15. September 2015

Montagsfrage: Gibt es ein aktuelles "Hype"-Buch, das du ignorierst?

Ehrlich gesagt ignoriere ich jeden Hype der um irgendein Buch gemacht wird. In erster Linie, weil so was einfach an mir vorbeifliegt und es mich genauso nervt wie neue Trends, die jeder mitmachen muss und andererseits will ich mich auch nicht von der Euphorie anderer Leser blenden lassen, nur um dann festzustellen, dass das Buch möglicherweise ein totaler Flopp für mich wäre - die Enttäuschung wäre nur umso größer. Das möchte ich vermeiden. Deswegen lasse ich meist Gras über die Sache wachsen, warte ein paar Monate und besorge mir lieber Bücher die mich interessieren und wenn ich das Buch trotz des Hypes überhaupt interessant finde und selber lesen möchte besorge ich es mir auch beizeiten.
Aktuell wäre das dann wohl erst kürzlich Girl on the Train gewesen. Das Buch interessiert mich, aber ich warte noch bis ich es mir kaufe. Es ist kein must-have für mich.
Was jetzt im Moment total angesagt ist weiß ich nicht.
Der Hype um 50 Shades of Grey ging mir hingegen ziemlich am Arsch vorbei, da ich solche Bücher ohnehin nicht lese und den Film habe ich auch nicht geguckt. Wäre in meinen Augen reine Zeitverschwendung.

Mittwoch, 9. September 2015

Rezension: Die Brut des Feuers von Drew Karpyshyn


Infos zum Buch:

Band 1 der Chaos Born-Trilogie
Originaltitel: Children of Fire
Verlag: Blanvalet / Del Rey
Autor: Drew Karpyshyn
Seiten: 668
Preis: 9,99 € | Ebook: 8,99 €

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Band 2:  Die dunkle Flamme (14. März 2016)
Band 3:  Chaos Unleashed (13. Oktober 2015)


Beschreibung:

Sie gaben ihm alles – aber er wollte mehr!
Vor langer Zeit vertrauten die Götter einem großen Krieger drei Talismane an, um diesen gegen die Mächte des Chaos zu wappnen und die Welt der Sterblichen zu beschützen. Aber Daemron wandte sich gegen das Gute – und forderte die Götter selbst heraus. Als Strafe wurde er verbannt und hinter einem magischen Siegel eingesperrt. Um dieses Siegel zu brechen, pflanzt Daemron einen Samen in vier Kinder: die Brut des Feuers. Sobald sie das Siegel niedergerissen und Daemron befreit haben, wird die Welt der Sterblichen unter seiner Rache erzittern … (Quelle: blanvalet)

Meine Meinung:

Ich mag das Cover, das im Speedpainting-Stil gestaltet worden ist und ich denke es ist vor allem ein Buch für Fans von Heldengruppen, die Abenteuer bestehen müssen und nach Artefakten suchen um die Welt zu retten. Mir hat es sehr gut gefallen. Drew Karpyshyn hat einen angenehmen Schreibstil, hat einem auf den ersten 200 Seiten die Geburt und das Aufwachsen der vier Kinder miterleben lassen und sie zumindest mir dadurch beim Lesen noch näher gebracht. Er hat die Handlung anfangs recht linear erzählt und hin und wieder immer mal ein paar neue Wendungen eingefädelt, so dass es nicht langweilig wurde.
Das Setting hat mir gefallen. Typisches Mittelalter mit verschiedenen Völkern wie zum Beispiel den Danaan - einem Waldvolk, den Leuten aus den FreiStädten und den Barbaren aus den östlichen Eislanden und zwischen all dem der Orden des Monasteriums, welcher dem Pontiff Nazir untersteht, welcher Kinder mit der Gabe oder der Sicht zu sich holen lässt um ihre Begabungen zu verfeinern bzw. in der Hoffnung Visionen für die nähere Zukunft deuten zu können. Natürlich gibt es auch die Kehrseite der Medaille. Leute, die sich gegen den Orden stellen wie zum Beispiel der Hexer Rexol der sich mehrerer Schüler angenommen hat um in ihnen die Magie zu stärken, die sie verinnerlichen und nach denen der Pontiff und dessen Inquisitoren fahnden.
Die vier Hauptfiguren haben mir bisher gut gefallen und waren soweit auch sympathisch und interessante Protagonisten mit abenteuerreichen Hintergründen. Vaaler fand ich bisher ein wenig fade, vielleicht kommt er in den folgenden Bänden noch ein wenig mehr aus sich heraus und kann sich beweisen. Ich hoffe es, denn ich vermute, dass er doch nicht ganz so talentlos ist wie alle glauben. Keegan hat noch so einige Probleme seine Macht unter Kontrolle zu halten, auch hier ist es aufregend mitzuerleben wie er stetig lernt seine Magie/das Chaos zu benutzen, aber hin und wieder auch über die Stränge schlägt und über sich und seine Gabe die Kontrolle verliert. Vor allem die Szenen, wenn Keegan Magie angewendet hat wurden vom Autor bildhaft und imposant dargestellt. Wirklich faszinierend! Cassandra fand ich von den Mädchen als einzige interessant, weil sie in so einem Zwiespalt steckt und wie auf einem Schachbrett hin- und hergeschoben wird. Anfangs hat sie keine sonderlich große Rolle gespielt was sich im Verlauf der Handlung jedoch ändert. Scythe ist die einzige Figur, die ich bisher von den Protagonisten nicht sonderlich mag. Sie ist ziemlich egoistisch und denkt nur an sich selbst. Das mochte ich an ihr nicht. In einigen Situationen konnte ich ihre Denkweise allerdings nachvollziehen, dennoch mag ich ihre Art einfach nicht. Zum Ende hin war sie dann aber doch etwas erträglicher.
Die Nebenfiguren hat der Autor soweit auch alle prima in die Geschichte eingefädelt, so dass es ein Gesamtkonstrukt ergibt und alle irgendwie miteinander zu tun haben, das gleichzeitig auch die Geschichte etwas verdichtet hat.
Die Szenen mit Daemron haben mir auch gefallen und waren spannend zu lesen, vor allem seine Knechte sind noch für einige Überraschungen gut, da will ich nicht wissen was es für ein Chaos gibt, wenn der Schlächter wirklich zurückkehren sollte.
Auch die Hintergrundinformationen der Geschichte hat der Autor in aller Ausführlichkeit beschrieben. Das fand ich wirklich toll, da man so auch die Handlung, die Welt der Götter und der Artefakte besser versteht. Auch die Visionen fand ich gut umgesetzt und irgendwie hat der Autor es bei mir immer wieder geschafft mich trotzdem zu überraschen, obwohl es so vorhersehbar wirkte. In einigen Aspekten war die Handlung doch recht vorhersehbar, aber es hat mich beim Lesen nicht gestört.
Das Ende gefiel mir ganz gut, es gab noch eine spannende Wende mit einer Menge Action, von der es im Buch reichlich gibt und ich freue mich schon sehr auf Band 2.

Fazit:

Wer Heldengeschichten mag mit vielen Abenteuern, einer Menge Actionszenen, verschiedenen Protagonisten, Hexern und einer tiefgründigen Hintergrundstory ist hier genau richtig. 

Bewertung:


Zum Autor:

Drew Karpyshyn arbeitet als Videospiel-Entwickler und Autor. Er war maßgeblich an der Entwicklung von Spielen wie "Baldur's Gate II: Shadows of Amn, Throne of Bhaal", oder "Star Wars: Knights of the Old Republic" beteiligt und hat außerdem bereits zwei Romane verfasst. "Darth Bane – Schöpfer der Dunkelheit" ist sein erster Roman im Star-Wars-Universum. (Quelle: Blanvalet)

Dienstag, 8. September 2015

Gemeinsam lesen: Die Brut des Feuers von Drew Karpyshyn

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese zwar derzeit wieder mehrere Bücher parallel, aber heute möchte ich dieses Buch noch auslesen. =)

Seite 550/668

Sie gaben ihm alles – aber er wollte mehr!
Vor langer Zeit vertrauten die Götter einem großen Krieger drei Talismane an, um diesen gegen die Mächte des Chaos zu wappnen und die Welt der Sterblichen zu beschützen. Aber Daemron wandte sich gegen das Gute – und forderte die Götter selbst heraus. Als Strafe wurde er verbannt und hinter einem magischen Siegel eingesperrt. Um dieses Siegel zu brechen, pflanzt Daemron einen Samen in vier Kinder: die Brut des Feuers. Sobald sie das Siegel niedergerissen und Daemron befreit haben, wird die Welt der Sterblichen unter seiner Rache erzittern … (Quelle: blanvalet)

(Band 1 der Chaos Born-Trilogie)



2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Seite 550, Kapitel 45: Keegan wurde von den blauen Flammen des Chaos umschlossen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Bisher finde ich das Buch ziemlich gut. Die ersten 200 Seiten waren etwas seicht, aber man hat miterleben können wie die vier Kinder geboren und aufgewachsen sind. Das hat sie einem beim Lesen schon näher gebracht - eine schöne Idee. Die zweite Hälfte des Buches ist schon ziemlich spannend und wie der Autor die Geschichte erzählt, immer wieder seine Fäden spinnt und dann neue Wendungen reinbringt gefällt mir sehr. Es gibt also viele Aha-Momente. Die vier Auserwählten sind auch sympathische Figuren. Vaaler fand ich bisher ein wenig fade, vielleicht kommt er noch ein wenig aus sich heraus und kann sich beweisen. Ich hoffe es. Keegan hat derzeit noch so einige Probleme seine Macht unter Kontrolle zu halten, auch hier ist es interessant mitzuerleben wie er stetig lernt seine Magie/das Chaos zu kontrollieren. Cassandra fand ich von den Mädchen als einzige interessant, weil sie in so einem Zwiespalt steckt und wie auf einem Schachbrett hin- und hergeschoben wird. Scythe ist die einzige Figur, die ich bisher von den Protagonisten absolut nicht mag. Sie ist ziemlich egoistisch und denkt nur an sich selbst, das Leben als Diebin und das Morden scheint ihr auch mehr Spaß zu machen als ein normales Leben zu führen, das hat sie mir alles in allem nicht sonderlich sympathisch gemacht.
Die Nebenfiguren hat der Autor soweit auch alle prima in die Geschichte eingefädelt, so dass es ein interessantes Gesamtkonstrukt ergibt.
Na ja, heute werde ich das Buch noch auslesen und bin gespannt ob Daemron es jetzt schon in Band 1 schaffen wird in die Menschenwelt zu gelangen.

4. Wenn du eine Figur deiner Wahl in deinem Buch wärst, würdest du dann eher zu den ,,guten" Hauptprotagonisten gehören oder unter die ,,fiesen" Antagonisten gehen?
(Frage von Julia von Lizoyfanes)

Ich glaube, ich wäre lieber ein Antagonist, einfach aus dem Grund, dass es bei ihnen oftmals spannender zugeht und sie meistens alles in allem einen kleinen Tick faszinierender als die Helden sind. XD

Montagsfrage: Thema Book Haul, schlagt ihr manchmal richtig zu?

Ui, also dank meiner finanziellen Knappheit kann ich mir momentan leider nicht so wirklich viele Bücher kaufen, wenn dann stöbere ich derzeit eher bei den Gratisaktionen auf Amazon für Ebooks und widme mich mehr dem Bloggen und Leserunden auf Lovelybooks und versuche mühselig meinen SuB runterzuschrauben.
Aber ansonsten gehöre ich auch zu den Bücherwürmern, die direkt am Monatsanfang einen Haufen Bücher auf einen Schlag bestellen. Dann nehme ich für ein paar Euro auch gerne noch ein paar günstige Bücher mit dazu, die gerade runtergesetzt worden sind oder ich verprasse mein Geld hin und wieder auch mal auf Flohmärkten, wenns dort Bücher gibt, die ich ansprechend finde. In letzter Zeit habe ich mir keine Manga mehr geholt, aber die Bestellungen fallen auch immer groß aus, mindestens 5-15 Bücher hole ich mir dann im Monat.
Wenn ich mit meinen Eltern Großeinkauf mache kommts auch manchmal vor, dass ich ein bis zwei Bücher mitnehmen darf, sofern sie mal einen ihrer großzügigen Tage haben. XD

Rezension: Der verschollene Prinz von C.S. Pacat


Infos zum Buch:

Band 1 der Prinzen-Serie
Originaltitel: The Captive Prince Book 1
Verlag: Heyne / Gatto
Seiten: 320
Preis: 12,99 € | Ebook:  9,99 €

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Band 2: Das Duell der Prinzen - 11. Januar 2016
Band 3: Kings Rising (englische Ausgabe) - 2. Februar 2016


Beschreibung:

Ein geheimnisvolles Reich, eine tückische Intrige und zwei Helden, zwischen denen die Luft brennt
Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder an Laurents Seite zu kämpfen und das Geheimnis um dessen eiskaltes Herz zu lösen … (Quelle. Heyne)

Meine Meinung:

Ich war sehr großzügig und habe dem Buch 3 Sterne gegeben, mehr konnte ich allerdings beim besten Willen nicht vegeben. Auf den ersten 100 Seiten hat es sich für mich gelesen als hätte man einer 14jährigen einen Stift in die Hand gegeben damit sie mal ihre wildesten Fantasien aufs Papier bringt. Die erste Hälfte hat es sich gelesen wie eine plumpe Fanfiction in der es nur um Sex geht, die Figuren am Halsband wie Hündchen durch die Gegend zu führen und hin und wieder zu foltern. Für mich war das ehrlich gesagt ein gewaltiger Schuss nach hinten. Es kam einfach sehr billig rüber und ich habe das Buch dann einige Zeit liegen lassen, weil ich einfach keine Lust hatte weiterzulesen. Dann habe ich mich aber doch noch überwinden können, aber die ersten 200 Seiten waren für mich einfach nicht zu genießen. Vor allem die wiederholenden Badeszenen und Laurents Herrchennummer (was auf mich wie wollen und nicht können wirkte) gingen mir ein wenig arg auf die Nerven. Leider hat man zu Anfang auch sehr wenig über Akielos und Vere erfahren können, weil die Autorin sich wirklich nur auf das Thema Sex versteift hat. Das war mir einfach zu wenig. Das Setting lag brach, man hat viel über das Palastinnere und von der Sklavenarbeit in Vere erfahren, aber alles andere blieb ziemlich im Dunkeln. Was die Hintergrundinformatioenn angeht hat die Autorin leider zu viel Potenzial verschenkt. Sehr schade. 
Die Figuren waren leider auch nicht allzu tiefgründig, man hat nur so am Rande etwas für die Familienverhältnisse und Nebenfiguren erfahren und wieder einmal zu viel über das Sexleben der Bewohner von Vere. Laurent war mir auf den ersten Seiten etwas zu kindlich arrogant, was sich zum Glück aber später legt und seine Wortgefechte mit dem Regenten waren teilweise doch recht amüsant zu lesen, haben mich hin und wieder zum Lachen bringen können und seine unnahbare und geheimnisvolle Fassade hat die Autorin bis zum Ende aufrechterhalten können. Das ist ihr wirklich gut gelungen ohne die Figur zu weich wirken zu lassen. Alle Achtung! Damen war mir in den meisten Fällen zu passiv. Er hätte Anfangs etwas mehr rebellieren können. Man merkt den Akielaner in ihm nicht allzu sehr. Mir gefiel es dafür besonders gut, dass er sich nicht von Laurent allzu sehr herumkommandieren ließ, nicht auf die Spielchen der Veretier einging und die Intrigen am Hof haben mir soweit auch ganz gut gefallen. 
Für mich war eigentlich erst die letzte Hälfte des Buches wirklich interessant von Damens Fluchtversuch und dem vorläufigen und offenen Ende, welches wirklich neugierig auf Band 2 macht. Die Beziehung zwischen Laurent und Damen war von Anfang bis Ende sehr frostig und die Figuren kommen sich im ersten Band nicht näher, dafür bin ich der Autorin auch sehr dankbar. Leider werfen viele Autoren ihre Pärchen schon im ersten Band in den Pott was ich bei Trilogien äußerst blöd finde. Sie schöpfen einfach nicht das volle Potenzial einer dreibändigen Reihe aus was C.S. Pacat in diesem Fall zu meiner Freude getan hat. Das hat mir gefallen, da man sich auch unweigerlich fragt wie näher sich Damen und Laurent in Band 2 kommen.
Die Geschichte ist alles in allem nicht sehr lang. Man schafft das Buch durchaus an einem Tag. Der Schreibstil ist auch nicht allzu detailliert, kommt noch am nahesten an Jugendbuchstil heran und die Handlung ist bisher auch nicht so der Bringer gewesen. Viel verschenktes Potenzial. Man kann das Buch für zwischendurch lesen, aber allzu viel sollte man nicht erwarten. Ich hoffe sehr, dass Band 2 besser wird und man mehr über Land und Leute erfährt. Die Bonusgeschichte mit Erasmus gefiel mir auch gut, nur waren mir die ersten paar Seiten ein klein wenig zu kitschig, verblümt – die verbotene Liebe zwischen zwei Sklaven hingegen fand ich sehr schön zu lesen.

Fazit:

Wer Mittelalter-Fantasy mag ohne irgendwelche Kreaturen und Boys Love mit Sklaventhema gerne liest kann ja mal reinlesen. Mich hat der erste Band leider nicht so richtig überzeugen können. Vielleicht spricht er andere Leser ja eher an.

Bewertung:


Zur Autorin:

C. S. Pacat wurde in Australien geboren und studierte an der University of Melbourne. Sie ist viel gereist und hat bereits in den verschiedensten Städten gelebt, u.a. in Tokio und in Perugia. Die Autorin lebt und arbeitet in Melbourne. (Quelle: Heyne)

Sonntag, 6. September 2015

Schreibtagebuch #2

Im August habe ich leider nicht so viel geschrieben wie ich es gerne getan hätte, dafür habe ich einiges geplottet und bei Fantasybildern nach Inspirationen für meine Welten gesucht. Bei Fantasy-Landschaftsbildern könnte ich ewig stöbern, die sind so schön anzusehen. *~*
So, woran habe ich denn überhaupt geschrieben/geplottet?

An Dragon Hunter habe ich diesen Monat nicht geschrieben, dafür habe ich ein paar neue Ideen für den nächsten Part in der Geschichte, der einiges an Action zu bieten hat. Ferrol und Kieran haben nun lange genug unter einem Dach gelebt, was ihre Gefühle zueinander angeht ist es ein stetes auf und ab und nun wird es Zeit, dass sie mal wieder einiges an Abwechslung bekommen sonst gehen sie sich wirklich noch an die Gurgel. XD
Und mir ist aufgefallen, dass ich zu wenig auf die drei Stämme eingegangen bin. Das muss ich demnächst noch ein wenig nachholen.

Eigentlich hatte ich vor den zweiten Teil meiner Italien-Diologie Viva Italia! zu schreiben, aber der erste Teil hat mich so aus der Reserve gebracht, dass ich nicht die Muße hatte direkt im Anschluss den zweiten Band zu schreiben. Das werde ich wohl doch auf nächstes Jahr verschieben. In der Zwischenzeit werde ich mir noch einmal Band 1 vornehmen und die Kapitel verlängern und alles schreiben was definitiv zu kurz kam. Meine Schreibschwester hat mal wieder mit Argusaugen Logikfehler rausgesucht während des Camp NaNo im Juli und die möchte ich noch ausmerzen bevor ich mich nächstes Jahr der Überarbeitung widme. Dann habe ich auch weniger zu tun. ;D

Für September habe ich fleißig an meinem Einzelband Der letzte Erbe geplottet. Es wird Mittelalter-Fantasy mit Schattenwesen und im Grunde genommen geht es um eine rachsüchtige Magierin, welche die Königsfamilie ihres Landes auslöschen will, nachdem diese bei der großen Säuberung sämtliche Magier hat exekutieren lassen, darunter auch die Familie meiner Magierin Khaless. Erzählt wird die Geschichte größtenteils aus Sicht des Kronprinzen Tristan, der von einer ihm fremden Beschützerin auf die Schatteninsel gebracht wird, eine Insel auf der nicht nur Schatten sondern auch das übelste Gesindel der ganzen Welt gefangen gehalten wird. Dort trifft Tristan später auf den Dieb Landon, der sich mit anderen Waisenkindern über Wasser hält und meinem arroganten Prinzen ordentlich den Kopf verdreht.

Auch an meiner Buchreihe Dämonenjäger Collin habe ich geplottet. Ein paar neue Ideen hinzugefügt und ich habe begonnen die Kurzzusammenfassung der anvisierten 12 Bände runterzuschreiben damit ich einen Leitfaden habe an den ich mich halten kann. An Band 1 werde ich im Dezember schreiben und danach immer so alle 2-3 Monate. In der Zwischenzeit werde ich dann jeweils den nächsten Band plotten. Die Geschichte spielt kurz nach einer Apokalypse in der durch eine Verschiebung der Kontinentalplatten Risse im Erdball erschienen und Dämonen an die Oberfläche gelangten. Der Junkie Collin wird eines Tages von einem mysteriösen Mann in der U-Bahn vor einer Bestie gerettet und schließt sich entgegen Liams Willen der Untergrund-Gilde an, welche die Dämonen bekämpfen da das Militär eher weniger gegen sie ausrichten kann.
Die Geschichte habe ich schon sehr lange in der Schublade liegen und ich möchte endlich daran schreiben. Sie wird ziemlich düster, blutig, und actionreich.

Für Oktober und November habe ich mir nun vorgenommen an Priesterin der Schatten zu schreiben. Im Oktober werde ich Band 1 neu schreiben und ausbessern bzw. meine neuen Ideen einbauen und im Nov. NaNo geht es dann in Band 2 für meine Figuren auf die Insel der Ewigen Jugend. =)

Für den April NaNo habe ich beschlossen am nächsten Western-Abenteuer von Adam und Ben zu schreiben. Bis dahin muss ich noch mal den letzten Part des ersten Bandes schreiben. Wie viele Abenteuer ich den beiden Cowboys gönne weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Ich mache es nach Lust und Laune und es kommt natürlich drauf an, wie viele Ideen mir zuflattern.

Mein neuestes Plotbunny ist Nacht über dem Bayou. Die Idee ist allerdings recht alt und wurde von mir noch ein wenig aufgepimpt. Es geht darum, dass ein Junge spurlos verschwindet wie schon zuvor ein kleines Mädchen und der Freund des Jungen will nicht tatenlos zusehen wie alle um ihn herum den Fall auf Eis legen. Mithilfe der Hexe vom Bayou will er nach seinem Freund suchen und je tiefer er sich darin verstrickt umso klarer wird ihm, dass er seinen Freund eigentlich kaum gekannt hat.
Ich weiß nicht wieso, aber der Bayou fasziniert mich total (seit dem Disney-Film Küss den Frosch XD) und seitdem wollte ich ihn auch mal in einer meiner Geschichten einbauen.

Die Prophezeiung des Sehers liegt zurzeit noch auf Eis, da es ein ziemlich großes und aufwendiges Projekt wird. Ich versuche mich trotzdem an einem Einzelband - habe keine Lust auf eine Trilogie. Kann aber gut sein, dass der dann auch an die 500-600 Seiten lang wird. Ich werde mir das Projekt Anfang 2016 mal so richtig vornehmen, bis dahin wird noch geplottet. Dank meiner Schreibschwester habe ich auch ein paar neue Ideen dazu.

Zumindest das erste Kapitel von Cruel Love habe ich im August bereits geschrieben. Die Geschichte spielt in Las Vegas und handelt von einem Polizisten der sich nach einem Hangover in einem Motel mit einem nackten Fremden wiederfindet. Die beiden sind an Handschellen gebunden und der Mann findet schnell heraus, dass sein Leidensgenosse niemand anderes ist als ein weltweitgesuchter Auftragskiller. Während der Mörder also die ganze Zeit versucht einen Mann der Mafia zu töten kommt ihm immer wieder der Cop in die Quere und hindert ihn daran um ihn dingfest zu machen. Über kurz oder lang kommen sich die beiden dann auch näher.

An das Das Flüstern der Wellen habe ich auch noch nicht wirklich weitergeschrieben. Das verschiebe ich auf nächstes Jahr. In dem Projekt geht es um ein entflohenes Genexperiment. Zwei Geschwister finden einen jungen Meermann und nehmen ihn bei sich auf, während Forscher und die Institution der er entkommen konnte nach ihm suchen.

Jetzt im September werde ich erst mal an Der letzte Erbe schreiben, habe bereits das erste Kapitel fertig und angestrebt sind etwa an die 300 Normseiten. Nebenbei werde ich versuchen auch wieder ein wenig an Dragon Hunter zu schreiben.

Monatsrückblick August 2015

Und wieder mit ein paar Tagen Verspätung trudelt auch mein Rückblick ein. Ich war zu faul, so jetzt ist es raus.
Außerdem habe ich die letzten Tage des Monats August extrem viel Bravely Default gezockt, somit fiel ohnehin so einiges flach.

Mit dem Lesen hat es ganz gut geklappt. Ich mache ja monatlich bei der Mini-Lese-Challenge auf Lovelybooks mit und konnte mein übliches Standardziel von 5 Bücher im Monat sogar noch übertrumpfen. Da habe ich mich wirklich gefreut. Die letzten Monate war es eher ein ewiges auf und ab, vor allem wenn der NaNo ist komme ich wirklich zu gar nichts. Leider. Für den September habe ich mir übrigens 10 Bücher vorgenommen. Na das wird spaßig. lol

Ende August habe ich mich auch als Bloggerin für Bookshouse angemeldet und freue mich, dass sie mich angenommen haben. Ich bin schon gespannt wie es dort ablaufen wird.

Was die Familie angeht war es mal wieder sehr chaotisch. Meine Mutter war den ganzen Monat über in Hamburg bei meiner Oma, die zurzeit wegen ihres Tumors eine Chemo durchmacht und auch hier zuhause hatte ich so einiges um die Ohren mit meinen Meerschweinchen, da meine Blaise unter Räude litt, Hazel blieb zum Glück verschont und mit meinen drei Männern hier und beiden Katerle hat es auch ganz gut geklappt, auch wenn die beiden Miezen meine Nerven hin und wieder überstrapaziert haben mit ihren Blödeleien. Meiner Oma gehts zurzeit auch ganz okay, wie es jemandem halt bei einer Chemo gut gehen kann. Sie hat mal gute Tage und dann wieder schlechte, aber das ist halt der Nachteil, wenn die Familie am Arsch der Welt wohnt, man kann nicht immer für sie da sein und zu uns ziehen will sie ja auch nicht, stur wie sie ist.

Gelesene Bücher im August

Wie gut, dass ich gestern gestaubsaugt habe. XD lol
So damit der Post nicht so schrecklich lang wird - wird er trotzdem, gibts Fotos meiner gelesenen Bücher. Die Rezis dazu findet ihr rechts in der Spalte. =)
Ebooks habe ich bloß zwei gelesen bzw. eines erst begonnen. Wie immer bin ich bei Ebooks nicht gerade die schnellste Leserin. XD

Der große Trip - WILD von Chery Strayed

»Die Frau mit dem Loch im Herzen, das war ich.« Gerade 26 geworden, hat Cheryl Strayed das Gefühl, alles verloren zu haben. Mit Drogen und Männern tröstet sie sich über den Tod ihrer Mutter und das Scheitern ihrer Ehe hinweg. Als ihr ein Outdoor-Führer über den Pacific Crest Trail in die Hände fällt, trifft sie die folgenreichste Entscheidung ihres Lebens: mehr als tausend Meilen zu wandern, durch die Wüsten Kaliforniens, über die eisigen Höhen der Sierra Nevada, durch die Wälder Oregons bis zur »Brücke der Götter« im Bundesstaat Washington – allein, ohne Erfahrungen und mit einem Rucksack auf dem Rücken, den sie »Monster« nennt. Klapperschlangen und Schwarzbären, Hitze und Strapazen, Abenteurer und Einsamkeit sind Cheryl Strayeds Begleiter auf dieser Reise, die sie fast umbringt, stärkt und schließlich heilt. Das atemberaubende Abenteuer einer Selbstfindung – voller Witz, Wahrhaftigkeit und Intensität, mit einer respektlosen Heldin, die man lieben muss. (Quelle: Kailash)



 Die Magierin des Windes von Misty Massey

Falkin entkommt mit Müh und Not den Klauen der mächtigen Magiergilde, die alle Menschen mit einem besonderen Talent – wie Falkin einer ist – beherrschen will. Auf den Decksplanken des Kaperschiffs Vogelfrei hat sie ein neues Leben gefunden. Doch da wird Kapitän Binns, der um ihr Geheimnis weiß, bei einem Landgang verhaftet. Schuld daran ist der zwielichtige – und außerdem überaus attraktive – McAvery, und den will Falkin jetzt zur Strecke bringen. Doch auch McAvery verfügt über ungeahnte Talente .. (Quelle: blanvalet)




angefangen und noch nicht beendete Bücher

Ein paar Bücher habe ich im August noch nicht beenden können. Darunter Die Magierin des Windes, Die Brut des Feuers, Der verschollene Prinz.

Band 1
Ebook only
Band 1

Geschenkt bekommen

Vielen lieben Dank noch mal an Lillian und Niccy, dass ihr mich mal wieder mit Büchern überschüttet habt! Fühlt euch geknuddelt und zerflauscht. ;D

Band 1
Band 2

Rezensionsexemplare

Ende August habe ich dann noch zwei Reziexemplare bekommen. Eines von Bloggerportal und eines von Bookshouse. Vielen Dank dafür. =)

Einzelband
Einzelband

Neu im Regal

Bücher diesen Monat nicht, nur Ebooks. So einiges auf deutsch und viele wieder auf englisch. Die alle hochzuladen würde jetzt aber den Rahmen sprengen. Nach und nach werde ich sie natürlich wieder auf Lovelybooks in mein Bücherregal stellen. =)

September-Neuheiten, die mich interessieren


Im September erscheinen natürlich auch wieder einige tolle neue Bücher/Ebooks, die mich interessieren. Hier mal eine kleine-große Auswahl.

Einzelband
Der zweite Fall für Kommissar Leblanc
Einzelband
Franken-Krimi
Kommissar Haderlein 1
Ein Fall für Commissario Ricciardi
Einzelband
Der erste, in sich abgeschlossene Band der neuen Kronoberg-Reihe.
Einzelband
Einzelband
Einzelband
Einzelband
Einzelband / Ebook only