Freitag, 30. Oktober 2015

Rezension: Der Tod steckt im Detail von Martin Krist


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Luzifer
Autor: Martin Krist
Seiten: 200
Preis: 9,99 € | Ebook: 4,99 €

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Beschreibung:

Ein Polizist mit einer Knarre am Kopf. Ein Kronzeuge auf der Flucht. Ein Weichei als Killer. Und ein Hausdrache, der endlich Urlaub macht. - Sechzehn Mal Hochspannung vom Berliner Thriller-Autor Martin Krist.
Exklusiv: der brandneue Kommissar Kalkbrenner-Fall »Der Tod steckt im Detail«. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Da ich die Kalkbrenner-Fälle noch nicht gelesen habe war diese Kurzgeschichtensammlung eine tolle Gelegenheit um mir ein Bild vom Schreibstil des Autors zu machen und auch das Cover hat mich sofort angesprochen. Die Kurzgeschichten waren unterhaltsam zu lesen und von Krimi, Thriller bis hin zu Mystery gab es eine schöne Auswahl an unterschiedlich langen Geschichten. Mir hat besonders gefallen wie Martin Krist mit den Erzählperspektiven experimentiert hat. Einige Kurzgeschichten sind zum Beispiel reine Monologe, während in anderen zwei Handlungsstränge parallel erzählt werden und am Ende ein gelungenes Gesamtbild darstellen.
Die Sammlung ist in drei Bereiche aufgeteilt: Crime Scene Berlin, Thrill Nation und Mystery World. Einige der Geschichten spielen in Berlin und das Wetter ist meistens passend ebenfalls ein wenig düster, manchmal sogar winterlich.
Die Themen sind breit gefächert von Rache über Auftragsmord bis hin zu unerklärlichen Phänomenen.
Die Kriminalfälle haben mir soweit bis auf ein paar wenige sehr gut gefallen. Einzig die Kurzgeschichten aus der Mystery-Sparte konnten mich nicht so richtig aus den Socken hauen. Da hätte man durchaus mehr herausholen können. Ansonsten waren die Geschichten jedoch gut durchdacht, toll aufgebaut und mit interessanten Figuren versehen. Bei den meisten gab es erst am Ende eine überraschende Wendung und bei einigen Geschichten gab es zumindest für mich einen Wow-Effekt, der mich sehr überrascht hat.

Fazit:

Wer gerne zwischendurch Kurzgeschichten liest sollte hier unbedingt zugreifen. Die Krimisammlung bietet kurzweilige Unterhaltung und facettenreiche Stories, die allesamt auf ihre Weise zu begeistern wissen.

Bewertung:


Zum Autor:

Martin Krist ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Geboren 1971, arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller. (Quelle: Amazon)

Rezension: Totenbleich von Michael Katz Krefeld


Infos zum Buch:

Ein Fall für Ravn 1
Originaltitel: Afsporet
Verlag: Goldmann
Autor: Michael Katz Krefeld
Seiten: 416
Preis: 9,99 € | Ebook: 8,99 €

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auf englisch ein kleiner Einblick in Ravns 2. Fall
dieses Jahr erschien bereits der 3. Band Sekten

Beschreibung:

Der Kopenhagener Detective Ravn ist vom Dienst suspendiert, seit er nach der Ermordung seiner Freundin Eva einen Zusammenbruch erlitt. Voller Selbstvorwürfe lebt Ravn nun auf einem alten Boot im Christianshavn-Kanal und ertränkt seinen Kummer im Alkohol. Erst als ihn ein Freund bittet, eine junge Frau zu suchen, die vor Jahren spurlos verschwand, kehrt Ravn durch die Ermittlungen langsam ins Leben zurück. Diese führen ihn von der Unterwelt Kopenhagens ins dunkelste Rotlichtmilieu Stockholms, wo mehrere tote Prostituierte gefunden wurden – kunstvoll präpariert und weiß bemalt … (Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:

Mal wieder eine Krimi-Buchreihe, die mich besonders neugierig gemacht hat und ich bin nicht enttäuscht worden. Normalerweise lese ich nicht so gerne Geschichten, die in Richtung Prostitution gehen, aber diese hier konnte mich wirklich fesseln. Das Cover passt hervorragend zum Thema und auch wenn die Geschichte ein wenig gebraucht hat um richtig in die Gänge zu kommen hat mich die Handlung von Anfang bis Ende hervorragend unterhalten.
Der dänische Ermittler Thomas Ravensholdt, kurz Ravn, ist anfangs alles andere als ein strahlender Held und es fällt schon ein wenig schwer ihn zu mögen, auch wenn sein Verhalten vermutlich nach einem Verlust auf gewisse Weise verständlich ist, dennoch würde man ihm manchmal schon gerne ein paar kräftige Ohrfeigen verpassen damit er sich endlich mal aufrafft. Erst im Laufe der Handlung entwickelt er Interesse am Fall und ehe man es sich versieht befindet Ravn sich mittendrin im Geschehen und macht Schweden unsicher. Der unterschwellige, dreiste Humor von Ravn hat mir gefallen und die ernste Grundstimmung an den passenden Stellen aufgelockert, auch wenn es manchmal etwas brenzlig wurde.
Die Nebenfiguren waren gut auseinander zu halten und ebenfalls interessant, da sie auf ihre Art ein wenig hervorstachen. In den Vordergrund gerückt wurden hier vor allem der kleine Erik und die Prostituierte Masja, die beide eine größere Rolle im ersten Fall von Ravn einnehmen.
Themen die hier behandelt werden sind in erster Linie Prostitution/Menschenhandel und das Präparieren von Tieren. Beides hat der Autor eingehend geschildert, so dass nichts zu kurz kam und man sich ein gutes Bild von der Szene im Milieu und der Taxidermie, dem Haltbarmachen/Ausstopfen von Tierkörpern machen kann.
Mit wechselnden Szenen zwischen Erik, Masja und Ravn gab es genug Abwechslung, deren Handlungsstränge sich erst gegen Ende des Buches schließlich miteinander verbunden haben und da die Kapitel auch recht kurz waren, ließ sich die Geschichte sehr schnell und flüssig lesen.
Auf die Beschreibung des Settings wurde ebenfalls eingegangen. Es wurden viele Orte genannt, die ich nun nicht kannte, aber man hat sich dennoch ein einigermaßen gutes Bild von den Schauplätzen machen können an denen sich die Figuren aufgehalten haben.
Das Ende hat mir gefallen. Es gab einige spannende Situationen, die Ravn ohne große Schießereien bewältigen musste, allein mit Verstand und Geschick, so dass es mal eine willkommene Abwechslung beim Lesen war. Leider war es nur eben nichts Neues. Gerade Krimi-Vielleser dürfte das Ende an sich nicht sonderlich aus den Socken hauen, da man es in der einen oder anderen Art und Weise sicher schon mal gelesen hat.
Trotzdem finde ich war es ein guter Serienauftakt, der zwar ein kleines bisschen schwächelt, was aber zu verschmerzen ist.

Fazit:

Ein spannender erster Fall von Ravn, der mitreißt und unterhält. Ein gut durchdachter Krimi mit einem Ermittler, der einem erst im Verlauf der Handlung nach und nach etwas sympathischer wird und Themen, die gut kombiniert worden sind. Für Fans nordischer Krimis wahrscheinlich ohnehin ein Muss.

Bewertung:


Zum Autor:

Michael Katz Krefeld, 1966 geboren, wohnt in Kopenhagen und Berlin. Er arbeitet als Creative Producer bei einer TV-Gesellschaft. Daneben schreibt er Drehbücher für namhafte dänische Fernsehserien. Sein erster Roman „Die Anatomie des Todes“ wurde in Dänemark als „Bestes Krimidebüt“ ausgezeichnet. (Quelle: Goldmann)

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Nezugänge KW #43

Herrje, jetzt habe ich den Eintrag komplett vergessen, also gibt es nachträglich zumindest mal die Bücher zu sehen die bei mir neu im Regal stehen. Wer nach Ebooks stöbern möchte. Es gibt einige neu einsortierte und einige ältere auf Lovelybooks in meiner Bibliothek. =)





Ein Polizist mit einer Knarre am Kopf. Ein Kronzeuge auf der Flucht. Ein Weichei als Killer. Und ein Hausdrache, der endlich Urlaub macht. - Dreizehn Mal Hochspannung vom Berliner Thriller-Autor Martin Krist.

Exklusiv: der brandneue Kommissar Kalkbrenner-Fall »Der Tod steckt im Detail«.
(Quelle: Luzifer Verlag)





Tylor Lattimore feiert seinen vierzehnten Geburtstag, aber noch immer weiß er nicht, wie sich die Strahlen der Sonne auf seiner Haut anfühlen – denn er kann nur leben, wenn es dunkel ist. Licht fügt ihm unerträgliche Schmerzen zu und kann sogar tödlich sein. Er verbringt seine Tage in einem verschlossenen Zimmer, nur nachts wagt er sich nach draußen. Seine größte Leidenschaft ist seine Kamera, mit der er durch die Dunkelheit streift. Als Amy, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, plötzlich spurlos verschwindet, gerät Tylors Leben in Aufruhr. Seiner Mutter, die sich unermüdlich um sein Wohlergehen kümmert, scheint der Vorfall sehr nahezugehen. Was war in dem sonst so ruhigen Wohnviertel passiert, dass Amy nicht mehr nach Hause zurückkehrte? Ausgerechnet Tylor sieht jetzt klarer als irgendjemand sonst und entdeckt eine Spur, die geradewegs ins Unheil führt … (Quelle: Goldmann)


Wer könnte ich sein? Wie wäre mein Leben verlaufen, hätte das Schicksal die Weichen anders gestellt? Fragen, auf die es in der Regel keine Antwort gibt.
Nach zahlreichen Tiefschlägen hat sich Teresa ein Nischendasein geschaffen, in dem sie sich vor weiteren seelischen Verletzungen sicher wähnt. Doch dann wird ihr einsames, ereignisloses Leben erschüttert. Vom Tod der Mutter – und von der Entdeckung, dass eine ihr bis dahin fremde Zwillingsschwester existiert. Diese Alice, die sie unter einer Wiener Adresse ausfindig macht, verkörpert in ziemlich jeder Hinsicht das genaue Gegenteil Teresas. Doch ehe sie sich zu erkennen geben kann, muss Teresa feststellen, dass ihre offensichtlich perfekte Zweitausgabe ein dunkles Geheimnis hat. Die Faszination ist zu groß. So dringt Teresa unbemerkt in das Leben ihrer Schwester ein, folgt den Spuren, setzt das Rätsel Stück für Stück zusammen. (Quelle: Edition Oberkassel)

NaNoPrep: Planänderung

Am Sonntag ist es wieder soweit. Der NaNoWriMo lässt nicht mehr lange auf sich warten und im November darf wieder ordentlich in die Tasten gehauen werden. Dazu wird es bei mir eine kleine Planänderung geben. Eigentlich hatte ich vor kommenden Monat am zweiten Band meiner Die Priesterin der Schatten-Pentalogie zu schreiben und davor noch ganz gemütlich Band 1 neu zu schreiben und meine Ideen einzuarbeiten. Viel getan hat sich in der Hinsicht leider nicht viel dank Arbeitssuche und Leserunden, so dass ich es einfach nicht auf die Reihe bekommen habe meine Pläne auch umzusetzen.
Somit fällt der zweite Band also dieses Jahr flach und Band 1 werde ich wohl erst nächstes Jahr eine zweite Rohfassung verpassen können, da ich im Dezember mit meiner neuen Buchreihe Dämonenjäger Colin beginnen werde.
Ich habe lange überlegt woran ich also beim NaNoWriMo schreiben könnte, PriScha Bd. 1 ist zu aufwendig, als das ich es in einem Monat neu verfassen wollen würde, so dass ich mich nun kurzerhand entschlossen habe ein Projekt zu vollenden, an dem ich schon mit vielen Pausen zwischendurch über das ganze Jahr verteilt geschrieben habe:

Ich werde also den NaNo nutzen um meinen etwa 30 Kapitel umfassenden GayRomance Fantasy-Einzelband endlich fertig zu schreiben.
Geschrieben sind bereits 12 Kapitel. Wie man sieht habe ich bisher eher nach Lust & Laune an diesem Projekt gearbeitet. Dennoch wäre es schön, mal wieder ein Werk zu beenden.
Ferrol lebt auf dem Himmelskontinent (Lyria) und lebt mit drei anderen Clans, die nicht unterschiedlicher sein könnten, von je her Seite an Seite der Drachen, doch in letzter Zeit häufen sich die Angriffe und die traditionelle Drachenjagd der jungen Männer steht unter keinem guten Stern. Als Ferrol dann auch noch die Gebräuche seines Clans mit Füßen tritt ist er gezwungen als Verstoßener an der Seite des Mannes zu leben, den er liebt, der seine Gefühle jedoch nicht erwidert und jeden Annäherungsversuch im Keim erstickt. Nach einem Drachenangriff auf Ferrols Dorf erlangen er und Kieran die Chance sich zu beweisen und dennoch an der Drachenjagd teilzunehmen. Für Ferrol ein gewagter Schritt, denn seit einem Ereignis in seiner Kindheit hat er panische Angst vor Drachen und von dem unnahbaren Kieran ist keine allzu große Hilfe zu erwarten.
Soviel zum groben Klappentext. Der kann sich noch ändern, ebenso der Name des Himmelskontinents.
Die Geschichte richtet sich an junge Erwachsene und da die beiden Protagonisten in den 20ern sind, gibt es auch einige detaillierte Sexszenen.
So pi mal Daumen rechne ich mit etwa 300-400 Normseiten. Kann durchaus variieren, je nachdem wie viel bei der Überarbeitung später noch rausfliegt oder abgeändert wird.
Große Pläne habe ich für dieses Werk noch nicht. Steht also noch in den Sternen was ich damit machen werde, wenn es abgeschlossen ist.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Rezension: Die Scherben der Wahrheit von Mark Billingham


Infos zum Buch:

Originaltitel: In the Dark
Verlag: Atrium
Autor: Mark Billingham
Seiten: 480
Preis: 19,99 € | Ebook: 15,99 €

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Beschreibung:

In einer regnerischen Nacht kommt ein Auto von der Fahrbahn ab und rast in eine Bushaltestelle. Mehrere Menschen werden verletzt, für Paul Hopwood kommt jede Hilfe zu spät. Die Polizei glaubt, dass Paul das zufällige Opfer eines Initiationsritus wurde, wie er unter Jugendgangs in diesem Teil Londons keine Seltenheit ist. Pauls hochschwangere Frau Helen aber will nicht glauben, dass ihr Mann auf so sinnlose und zufällige Weise ums Leben kam. Als sie unbekannte Nummern auf Pauls Handy entdeckt, erhärtet sich ihr Verdacht. Helen begibt sich auf eine Reise durch die Nacht, auf der Suche nach der Antwort auf eine fürchterliche Frage: Wer war der Mann wirklich, dessen Kind sie unter dem Herzen trägt? (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Von Mark Billingham war dies mein erster Roman. Aus seiner Tom Thorne-Reihe kannte ich bisher nur einige Verfilmungen, der Ermittler hat in diesem Band aber nur eine minimale Nebenrolle, so dass man die anderen Bücher nicht zwingend kennen muss und dieser Band für sich steht.
Der Grundton ist im Buch ein wenig kühl, aber dennoch angenehm zu lesen. Der Autor hat eine tolle Art zu schreiben, sehr strukturiert und mit wechselnden Perspektivwechseln. Die Geschichte kommt gut ohne viel Action und Blutvergießen aus und kann trotzdem wunderbar auf ihre Art unterhalten.
Die Protagonistin Helen ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, dennoch fand ich es mutig von ihr auf eigene Faust zu ermitteln, vor allem wenn man bedenkt in welchem Zustand sie sich befindet. Dennoch wirkte sie auf mich manchmal etwas zu gehässig und distanziert.
Auf der anderen Seite lernt man Theo kennen, der Mitglied in einer Bande ist und auf die falsche Bahn gerät. In ihn konnte ich mich deutlich besser hineinversetzen als in Helen, weil der Autor sehr gut auf seinen inneren Konflikt eingegangen ist und weil Theo sich eben auch bewusst war, was er da für Mist verzapft hat.
Die Bandenmitglieder waren gut auseinanderzuhalten und ich finde auch die kriminellen Handlungen hat der Autor gekonnt in Szene gesetzt. Dazu der Kontrast zu Helens Leben, die nicht gerade ein Unschuldslamm ist und dennoch versucht für Gerechtigkeit zu sorgen. Im Laufe der Handlung hat sie eine erstaunliche kaum merkbare Wandlung durchgemacht.
Der Aufbau der Geschichte war gelungen. Im Prolog erfährt man was passiert ist. Im ersten von vier Teilen erlebt man wie sich die Handlung bis zu dem Zeitpunkt entwickelt und was im Anschluss alles passiert. Die Ermittlungsarbeiten waren interessant zu lesen und auch die Figuren, ihre Familien und Freunde wurden auf ihre Weise ansprechend dargestellt.
Das Ende gab dann noch einmal einige Wendungen preis, war aber nicht allzu spektakulär. Das Buch kommt mit wenig aus und weiß dennoch mit interessanten Figuren, äußeren als auch inneren Konflikten und einem intriganten Fall zu überzeugen.

Fazit:

Wer nicht so viel Wert auf viel Action & Blutvergießen legt sollte bei diesem Roman unbedingt zugreifen. Das Buch liest sich trotz der hohen Seitenanzahl flüssig und schnell.

Bewertung:


Zum Autor:

Mark Billingham, 1961 in Birmingham geboren, ist einer der international erfolgreichsten britischen Krimiautoren, seine Bücher erscheinen in über zwanzig Sprachen. Einem großen deutschen Publikum wurde er erstmals mit seinem Thriller Die Lügen der Anderen bekannt, der 2014 bei Atrium erschien und zum Bestseller wurde. Billingham lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Norden Londons und in Florida. (Quelle: Atrium)

Rezension: Kings & Fools - Verdammtes Königreich von Natalie Matt und Silas Mattes


Infos zum Buch:

Band 1 (Kings & Fools-Reihe)
Originaltitel
Verlag: Oetinger34
Autoren: Natalie Matt & Silas Matthes
Seiten: 224
Preis: 5 € (bis zum 28.12.2015) | Ebook: 3,99 €

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Beschreibung:

Ein teuflischer König. Ein Reich voller Schatten. Vier Jugendliche - ein Schicksal. Band 1 der modernen High-Fantasy-Reihe mit Mysteryelementen. Für alle, die von "Game of Thrones" nicht genug bekommen! Ein einzigartiges Projekt von Silas Matthes und Natalie Matt, unterstützt von Bestsellerautor Bernhard Hennen (Elfen-Serie). Mehr zum Inhalt: Leuchtend rote Farbe an der Hüttentür: das Symbol der verhüllten Männer! Um Mitternacht werden sie Lucas holen. Wer sie sind und wohin sie ihn bringen, weiss niemand. Nur, dass noch nie jemand zurückgekommen ist, um davon zu berichten. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Wieso das Buch mit GoT verglichen wird ist mir ein wenig schleierhaft, denn mich hat es eher an Harry Potter erinnert nur ohne die Magie.
Sehr gut hat mir das Setting gefallen. Auch wenn es mal wieder eine übliche Internatsstory ist spielt diese dennoch an einem recht ausgefallenen Setting. Man lernt das Leben an dem Internat Favilla eingehend kennen, Lehrstunden ebenso die Lehrer.
Protagonist Lucas ist größtenteils eine interessante Figur war mir nur leider meistens doch zu passiv. Gerade bei dem Protagonisten eines Jugendbuches hätte ich mir etwas mehr Tatendrang gewünscht. Es gab so viele unerklärliche Dinge in Favilla, die Lucas einfach weitgehend ignoriert hat und stattdessen wie ein Schaf der Herde folgte. Zwar hat er so einiges infrage gestellt, aber eben nichts diesbezüglich getan. Das hat mich einige Male doch ein wenig gewurmt. Meistens mussten andere Nebenfiguren Lucas so ein wenig in diese Richtung drängen, so dass sich dahingehend endlich etwas getan hat.
Stattdessen gab es ein ums andere Mal Lehrstunden und gerade die erste am Anfang konnte ich nicht so recht nachvollziehen, da Lucas sich für meinen Geschmack beim ersten Mal kämpfen einfach viel zu geschickt angestellt hat. Vielleicht ist er aber auch nur ein Naturtalent. Dennoch hätte ich mir in diesem Fall doch etwas mehr Ahnungslosigkeit gewünscht.
Ansonsten hat mir die Handlung gefallen. Die Figuren sind doch recht übersichtlich und wirken teilweise sehr geheimnisvoll. Die wichtigsten Nebenfiguren kann man etwa an einer Hand abzählen. Lucas ist einige Male buchstäblich auf die Nase gefallen und musste sich hin und wieder gegenüber den anderen beweisen und über sich hinauswachsen. Das hat mir gefallen, da man hier ganz gut gemerkt hat, dass er eine Figur mit Stärken und Schwächen ist.
Der Hintergrund mit seiner Familie ist ansprechend dargestellt worden, auch wenn Gewalt in der Familie nach zig gelesenen Büchern nichts ist, dass bei mir noch großartig Mitleid für die Figur auslösen kann, dennoch gibt es hier ein gutes Motivationsziel für Lucas um besser als die anderen zu werden. Jüngeren Leser könnte das zwar ausreichen, aber ich habe so was schon zu oft gelesen, als das es mich nun aus den Socken hauen würde. Da waren die Essgewohnheiten der Internatsschüler schon eher etwas bei dem sich mir leicht der Magen umgedreht hat.
Erzfeinde gibt es hier natürlich ebenso in diesem Fall Aron, der es von Anfang an auf Lucas abgesehen hat, genauso wie den Brennenden König, den noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat und auch seltsame Geräusche bei Nacht sorgen für einiges an Aufregung in Favilla, schlimmer noch Schüler verschwinden spurlos.
Es gibt also viele offene Fragen von denen einige im Verlauf der Handlung bereits aufgeklärt werden.
Das Ende fand ich spannend und gut umgesetzt, auch wenn es für mich ein klein wenig vorhersehbar wirkte war es eine ausgesprochen gute Idee, die mich begeistert konnte. Es gibt einen Cliffhanger, der aber nicht so spannend ist, dass man es kaum bis zum nächsten Band abwarten kann.

Fazit:

Ein solider Serienauftakt der sechsbändigen Reihe, der mich gut unterhalten hat, für Spannung sorgt und sich für Jungs und Mädchen gleichermaßen eignet.

Bewertung:


Zu Autoren:

Natalie Matt wurde 1993 in Freudenstadt im Schwarzwald geboren. Bereits im frühen Teenageralter verfasste sie erste Geschichten. Seit 2012 studiert sie Kulturwissenschaften und Literatur in Hildesheim. Der Band ,,Verstörende Träume" der ,,Kings & Fools"-Reihe ist ihr Debütroman.  

Silas Matthes wurde 1992 in Hamburg geboren und wuchs in einem kleinen Dorf ganz in der Nähe auf. Mit achtzehn Jahren begann er an Texten zu arbeiten, mit zwanzig schrieb er die erste Fassung von „Miese Opfer“. Silas studiert Kreatives Schreiben in Hildesheim und „Miese Opfer“ ist sein Debütroman. (Quelle: Oetinger 34)

Rezension: Das Lächeln des Panthers von Johannes Groschupf


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Oetinger
Autor: Johannes Groschupf
Seiten: 224
Preis: 12,99 € | Ebook: 11,99 €

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Beschreibung:

Ein altes Hotel in Berlin, mysteriöse Gäste und eine große, schwarze Katze – Katinka und Finley haben das Gefühl, dass ihr Hotel ein Geheimnis birgt. Hat der eigenartige Skripnik etwas damit zu tun, der das Gemälde 'Das Lächeln des Panthers' so genau mustert? Je weiter Katinka der spektakulären Geschichte des Hotels auf die Spur kommt, desto mehr erfährt sie auch über ihre eigene Vergangenheit – und entdeckt dabei Unglaubliches … Berliner Flair, ein Panther und ein verborgener Kunstschatz – der neue spannende und äußerst atmosphärische Roman von Johannes Groschupf. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Das Cover hat mich sofort angesprochen und alles in allem hat mich die Story soweit gut unterhalten können. Man lernt die Protagonistin anfangs in einem Internat kennen, später spielt die Story jedoch hauptsächlich im Hotel Marabu. Hier erlebt man direkt wie Katinka aufblüht und sich heimisch fühlt, die Arbeit mit den Gästen liegt ihr und auch später meistert sie schwierige Situationen sehr gut auf ihre Art.
Katinka ist eine recht sympathische Figur, wirkt in einigen Situationen wie ein Teenie, die meiste Zeit hat sie aber doch ein kleines bisschen älter gewirkt als sie eigentlich ist, viel erwachsener was zwar auch die Situation erfordert hat, jedoch nicht unbedingt mein Fall ist, aber hin und wieder hat Katinka doch mal Schwäche gezeigt was widerum die Figur realistischer wirken ließ. Dennoch blieb ich leider etwas auf Distanz bei ihr.
Die Familienverhältnisse hat der Autor interessant eingefädelt und auch nachvollziehbar dargestellt.
Mittelpunkt der Geschichte war nicht nur das Hotel, das ebenfalls mit so einigen Problemen daherkommt, sondern auch noch ein Geheimnis, welches sich darin verbirgt und erst durch die Nebenfigur Skripnik vage aufgedeckt und ins Rollen gebracht wird. Leider hat diese Figur nur einen sehr kurzen Auftritt was schon ein wenig schade war.
Eine andere kuriose Gestalt war die Baronin von Rochlitz, die stattdessen das Zepter geschwungen hat und Katinka in der schweren Zeit eine Stütze gewesen ist. Mir gefiel die alte, leicht herrische Dame auf ihre Art da sie trotzdem einen weichen Kern hatte.
Finley wirkte auf mich beim Lesen irgendwie nicht wirklich greifbar und ziemlich blass. Die meiste Zeit war er auch irgendwie immer auf Achse, so dass die Liebesgeschichte, die zwar ohnehin eher im Hintergrund blieb willkürlich und fade wirkte. Meiner Meinung nach hätte man Finley getrost aus der Geschichte weglassen und stattdessen mehr auf die angespannte Beziehung zwischen Mutter und Tochter eingehen können. Hätte der Handlung in diesem Fall einfach mehr Tiefe gegeben.
Zu dem eigentlichen Geheimnis möchte ich jetzt nichts spoilern, aber es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Thema, dass der Handlung rund ums Hotel noch so ein wenig geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich fand diese Idee äußerst gelungen und faszinierend in die Story eingefädelt.
Das Ende war spannend, reißt einen beim Lesen mit und bringt noch einiges an Wirbel mit sich. Auch hier konnte Katinka wieder einmal über sich hinauswachsen.
Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, die Kapitel waren schön kurz und die etwa 200 Seiten hat man schnell durchgelesen. Gerade für ein Jugendbuch hat sich der Autor hier interessante Themen ausgesucht, die für Jungs und Mädchen gleichermaßen ansprechend sein dürften.

Fazit:

Ein tolles Jugendbuch mit einem Hotel voller Probleme und einem großen Geheimnis, welches kurzweilige Unterhaltung bietet und unterhaltsame Figuren, die für einige Wendungen innerhalb der Story sorgen. Ein schönes Jugendbuch für zwischendurch.

Bewertung:


Zum Autor:

Johannes Groschupf, 1963 in Braunschweig geboren, studierte Germanistik, Publizistik und Amerikanistik. Heute lebt er als freier Journalist in Berlin und schreibt für Die ZEIT, die FAZ, den Tagesspiegel, die Berliner Zeitung u.a. Er hat bereits zwei Romane für Erwachsene veröffentlicht und erhielt 1999 den Robert-Geisendörfer-Preis für das NDR-Feature „Der Absturz“. (Quelle: Oetinger)

Samstag, 24. Oktober 2015

Rezension: Soul Colours: Blaue Harmonie von Marion Hübinger


Infos zum Buch:

Band 1 (Soul Colours-Reihe)
Originaltitel
Verlag: Impress
Autorin: Marion Hübinger
Seiten: 260
Preis: 3,99 € (Ebook Only)

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Band 2: Rote Rebellion (erscheint am 5. November 2015)


Beschreibung:


Das Leben der siebzehnjährigen Sarina ist nahezu perfekt. Ihre Familie gehört zu den Wenigen, die es geschafft haben, sich vor der verheerenden Pandemie auf der Erde in Sicherheit zu bringen und auf dem Planeten Aeterna unterzukommen. Hier wird das Leben der Menschen von der Farbe ihrer Auren bestimmt und ist ein harmonisches Miteinander. Zumindest glaubt das Sarina. Bis ihr Bruder eingesperrt wird, weil das Blau seiner Aura in ein zorniges Rot übergeht, und sie erkennt, wie gefährlich diese Welt tatsächlich ist. Aber Sarina hat Glück. Sie ist die Einzige, deren immerzu hellgelbe Aura nichts über ihre Gefühle verraten kann. Sie und der fremde Junge, der plötzlich an ihrer Schule auftaucht ... (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Trotz tollem Cover und interessant klingender SciFi-Story konnte mich die Handlung leider nur mäßig begeistern. SciFi erwartet den Leser eher wenig, denn das Leben auf Aeterna gleicht doch ziemlich dem auf der Erde, nur etwas futuristisch angehaucht insofern hat es sich in erster Linie hauptsächlich wie eine Schul-Love-Story gelesen.
Interessant waren natürlich die Scans der Auren der Bewohner Aeternas und die Sache mit den Geruchswelten. Die Lebenssituation an sich war soweit gut durchdacht und wirkte nachvollziehbar.
Was die Figuren angeht so fand ich es interessant, dass Sarina auf Aeterna aufgewachsen ist, nichts infrage gestellt hat und den Komfort ihres neuen Lebens eher schätzt als die alten Gewohnheiten der Erde, ergo wirkte sie später in einigen Dingen auch ein wenig naiv. Auch die Familienverhältnisse fand ich interessant dargestellt und was die Freunde angeht hat sie ihren Freundeskreis, aber auch hin und wieder Kontakt zu anderen Personen aus ihrem Umfeld.
Was die Lovestory angeht war das für mich leider ein glatter Schuss nach hinten. Die kam wirklich wie aus heiterem Himmel und ich konnte es absolut nicht nachvollziehen, auch weil sie sich total schnell entwickelt hat wollte einfach keine Stimmung beim Lesen aufkommen. Was mich besonders gestört hat war, dass Sarina Anfangs Gefühle für Jason hatte, die erstaunlich schnell verpufften als Liam auf der Bildfläche erschien mit dem sie kurzerhand auf Tuchfühlung ging, obwohl sie ihn anfangs verachtet hat. Zu Jason kam im Nachhinein diesbezüglich gar nichts mehr. Auch bei dem Nebenpairing kam es wie aus dem Nichts. Beim Lesen hat man kaum gemerkt, dass die beiden Figuren einander mochten. Darauf hätte die Autorin meiner Meinung nach mehr eingehen müssen und in der Hinsicht hätten der Geschichte 100 Seiten mehr nicht geschadet.
Was mir auch gefehlt hat war die Spannung, weniger Schul-Love-Story, mehr SciFi hätte ich wirklich begrüßt. Die Geschichte dümpelt auf den ersten 180 Seiten größtenteils einfach nur vor sich hin und es passiert kaum etwas. Ich hatte deswegen auch oftmals nicht wirklich den Drang weiterzulesen. Leider kam erst am Schluss so richtig Spannung auf, so dass ich wieder mehr Spaß am lesen hatte. Es gab einige Actionszenen und ein turbulentes Ende und ich hoffe wirklich in Band 2 kommt die Handlung etwas schneller in die Gänge und hat mehr zu bieten.
Bei diesem Band hat die Autorin leider doch einiges an Potenzial verschenkt. Es gibt zwar viele offene Fragen, die im Verlauf der Handlung beantwortet werden, aber der erste Band hat meiner Meinung nach doch ziemlich geschwächelt.

Fazit:

Zu viel SciFi darf man hier wirklich nicht erwarten, andernfalls sollte man lieber zu einem anderen Buch greifen. Wer dennoch an einer futuristischen Story mit Liebesgeschichte interessiert ist sollte mal reinlesen. Der erste Band hat noch ziemlich viel Luft nach oben hin und schwächelt hier und dort ein wenig, bietet dafür jedoch kurzweilige Unterhaltung.

Bewertung:


Zur Autorin:

Marion Hübinger, 1963 in Ulm geboren, lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in München. Schon als Jugendliche füllte sie reihenweise Tagebücher, schrieb Gedichte und schwelgte in der Welt von Tolkiens »Herr der Ringe«. Die Liebe zum Lesen, die sie unter anderem auch ihrem Vater verdankt, machte sie zum Beruf und wurde Buchhändlerin. Ihren Kindern schenkte sie viele Geschichten. Geschichten, in denen die Figuren Ängste überwinden, böse Mächte besiegen und das ganz große Glück erleben dürfen. »Farben der Dunkelheit« ist ihr Debütroman. (Quelle: Impress)

Montag, 19. Oktober 2015

Rezension: Immer montags beste Freunde - Der Junge, der mein Leben veränderte von Laura Schroff & Alex Tresniowski


Infos zum Buch:

Originaltitel: An Invisible Thread
Verlag: Diana
Autoren: Laura Schroff & Alex Tresniowski
Seiten: 304
Preis: 16,99 € | Ebook: 13,99 €

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Beschreibung:

Eine Frau, die alles hat.
Ein Junge, dem alles fehlt.
Eine untrennbare Freundschaft.

Laura ist eine erfolgreiche Verkaufsleiterin, die an einem normalen Montag durch die Straßen von New York hetzt. Sie hat keine Zeit, achtet kaum auf ihre Mitmenschen – auch nicht auf den kleinen Jungen, der sie um Kleingeld anbettelt. Sie ist schon an der nächsten Straßenecke, als sie plötzlich stehen bleibt – und umkehrt. Sie kauft dem hungrigen Maurice etwas zu essen und erfährt von seinem Leben. Von dem Tag an treffen sich Maurice und Laura jede Woche über Jahre hinweg, immer montags. Dies ist die Geschichte ihrer einzigartigen Freundschaft – die bis heute anhält. (Quelle: Diana Verlag)

Meine Meinung:

Ich bin eher zufällig über diese rührende Biografie gestolpert und dachte erst es sei ein Roman. Da ich gerne Biografien lese habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und war beim Lesen immer wieder erstaunt wie nahe sich zwei Menschen stehen können, die im Grunde genommen äußerlich betrachtet nichts miteinander gemeinsam haben und immer wieder im Leben auseinander gerissen werden.
Laura wirkte Anfangs wie ein typischer Stadtmensch, der nur auf ein Ziel fokussiert ist und alles andere ignoriert. Wie sich beim Lesen herausgestellt hat ist sie alles andere als das. Sie hat in ihrem Leben viel durchmachen müssen, wie wahrscheinlich jeder andere auch und tut etwas was nur wenige Menschen tun. Sie hat sich einer Person angenommen mit deren Leben sie rein gar nichts zu tun hatte. Von solchen Menschen gibt es nicht viele und umso bewundernswerter fand ich was Laura Schroff alles für Maurice getan hat, der alles andere als gute Erfahrungen mit seinen Mitenschen erlebt hat und sorgt dafür, dass er nicht auf die falsche Bahn gerät ohne sich allzu sehr in sein Leben einzumischen, sondern einfach nur als Freundin für ihn dazusein.
Die erste Hälftes des Buches war sehr interessant. Es ging vor allem um die aufkeimende Freundschaft, das zarte Band, dass Maurice und Laura geknüpft haben und auch um die Vergangenheit der beiden, denn hier bestätigt sich eine Gemeinsamkeit. Sie haben es nie wirklich leicht gehabt innerhalb ihrer Familien. Besonders schön fand ich, dass sich beide davon nicht haben beirren lassen, sondern ihren eigenen Weg gegangen sind, auch wenn es immer mal wieder Stolpersteine gab, die es zu überwinden galt.
Die zweite Hälfte wirkte dann wiederum ein klein distanzierter, weil Laura einen neuen Lebensabschnitt begann und auch Maurica an sich arbeitete und immer wieder ein Stück über sich hinauswuchs, auch wenn er hin und wieder von Schicksalsschlägen getroffen worden ist. Man konnte aber auch erfahren was Maurice aus seinem Leben gemacht hat. Das wurde in verschiedenen Lebensabschnitten erzählt.
Alles in allem hat sich die Biografie gut lesen lassen und regt auch ein wenig zum Nachdenken an. Zum Schluss wird die Handlung noch von einem Brief seitens Maurice und einem Interview mit Laura Schroff abgerundet. Besonders schön fand ich die Idee die Fotos in den Buchdeckel vorne und hinten zu integrieren. Es ist eine schöne Bildergalerie.
Einziger Wermutstropfen ist der Buchrücken. Der ist leider nicht ganz so stabil und wenn man nicht aufpasst zeigen sich hier schnell kleine Risse/Knicke.

Fazit:

Wer Biografien mag, dem empfehle ich wärmstens hier ebenfalls mal einen Blick zu riskieren. Die Geschichte ist einfühlsam erzählt worden und berichtet von einer wirklich tollen Freundschaft, die sich über Jahre hält.

Bewertung:


Zu den Autoren:

Laura Schroff, geboren und aufgewachsen auf Long Island, hat als Verkaufsleiterin und Marketingspezialistin für mehrere große Medienunternehmen und bekannte Magazine gearbeitet, darunter People, InStyle und Bribes. Sie war zudem Teil des Marketingteams, das USA Today zum Erfolg führte. Laura liebt es, Zeit in ihrem Ferienhaus auf Long Island zu verbringen und ihre Familie in New York und Florida zu besuchen. Heute lebt Laura mit ihrem Pudel Coco in New York City. 

Alex Tresniowski ist Autor und schreibt seit vielen Jahren für das Magazin "People". Sein Buch »The Vendetta« wurde unter dem Titel »Public Enemies« mit Christian Bale und Johnny Depp für das Kino verfilmt. (Quelle: Diana Verlag)

Neuzugänge KW #42

An einem trüben Samstagmorgen im März wird im Stuttgarter Schlossgarten die nackte Leiche einer Frau gefunden. Offensichtlich wurde die Tote erwürgt und danach weggeworfen wie ein Sack Müll. Als Oberkommissarin Anna Benz zum Tatort gerufen wird, trifft sie beinahe der Schlag. Denn die Frau ist keine Unbekannte für sie.
Die folgenden Ermittlungen ziehen Anna nicht nur in einen Strudel aus Sex, Gewalt und etwas weitaus Beängstigenderem, sie reißen auch Wunden der Vergangenheit auf. Zusammen mit ihrem Kollegen Markus Hauer verfolgt sie Spuren, die immer verworrener zu werden scheinen.
Während die Kripo Stuttgart im Fall der Toten aus dem Schlossgarten ermittelt, taucht im Tigergehege des Züricher Zoos die Leiche eines Mannes auf. Der Tote ist so furchtbar zugerichtet, dass eine Identifizierung unmöglich ist. Als die Forensiker dieselbe DNA am Tatort finden, die auch in Stuttgart gesichert worden ist, beschließen Anna Benz und Markus Hauer, die Kollegen von der Kantonspolizei zu besuchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt … (Quelle: Bookspot)



Ebook only!

Die beiden Jugendlichen Alexander und Anna begegnen auf einer Wanderung der geheimnisvollen Askaya und damit ihrem eigenen Schicksal. Die Suche nach vier gestohlenen Stundengläsern verschlug die Kriegerin aus ihrer Welt Esmarillion nach Schottland. Denn nur wenn alle sieben »Gläser der Elemente« wieder vereint sind, kann ihre Parallelwelt gerettet werden, die von den bösartigen Einaren bedroht ist. Zu dritt machen sie sich auf eine Reise, die vom mythischen Herz der Highlands bis in das fantastische Universum Askayas führt. (Quelle: Gmeiner Verlag)




Ebooks auf meinem Kindle:

  • The Quantom Door von Jonathan Ballagh
  • The Dark of Twilight (Twilight Shifters Book 1) von Kate Danley
  • Moschusfieber #soulmate von M.E.Lee Jonas
  • Kinderhände von Robert Richardson
  • Darkfell von Mary Corran
  • The Purple Morrow (Rise of the Papilion Trilogy Book 1) von Dyane Forde
  • The Regent's Gamble (A Spellbound Consortium Book 1) von A. Payne
  • Imperfect Strangers von Lea O'Harra
  • Jonathan Postlethwaite and the Seed of Corruption von David S. Denny
  • Shedding Light on Murder: A Grace Tolliver Cape Cod Mystery von Patricia Driscoll
  • The Last Swordsmage Book 1 (Magic of Solondrea) von Martin Hengst 
  • Summoned von Rainy Kaye
  • Die geheimnisvolle Sanduhr von Frank Tenner
  • Krieg der Telepathen (2 in 1) von René Junge
  • Warrior in Bronze (Agamemnon Book 1) von George Shipway
  • Klockwerk Kabaret von Jack Wallen
  • Embers (Wings of War Book 1) von Karen Ann Hopkins
  • Arcane (The Arinthian Line Book 1) von Sever Bronny
  • Zululand Snow von Ian Tennent
  • Defiance: Dragonics & Runics Part 1 von A. Wrighton
  • Timeless Lover: Der Mann, der aus der Uhr kam von Leonie von Zedernburg
  • Please Don't Tell My Parents I'm A Supervillain von Richard Roberts

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Rezension: December Park von Ronald Malfi


Infos zum Buch:

Originaltitel
Verlag: Luzifer
Autor: Ronald Malfi
Seiten: 500
Preis: 16,99 | Ebook: 7,99 €

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Hinweis:
Cradle Lake (erscheint: 1. Dez. 2015)


Beschreibung:

Im Herbst 1993 wird das beschauliche Städtchen Harting Farms in Maryland vom Verschwinden mehrerer Kinder erschüttert. Zunächst denken die Bewohner noch an Ausreißer - bis in dem großen, gespenstischen, umwaldeten December Park die erste Leiche eines Mädchens gefunden wird. Die Zeitungen sprechen vom Entführer als Piper - als Rattenfänger, wie in der Sage der Brüder Grimm -, weil er gekommen ist, um die Kinder wegzulocken. Doch in den Schulgängen flüstern die Kinder noch viel düsterere Namen.
Angelo Mazzone und seine Freunde entdecken eine Verbindung zu dem toten Mädchen und nehmen die Verfolgung des Mörders auf. Die fünf Jugendlichen schwören sich, der Schreckensherrschaft des Pipers ein Ende zu setzen. Doch was als mutiges Versprechen beginnt, entpuppt sich nicht nur als Odyssee in die Düsternis ihrer Heimatstadt und ihrer Bewohner, sondern auch als Selbsterfahrungstrip. In der Dämmerung ist auf den Straßen von Harting Farms jeder verdächtig, und jeder der Jungs könnte das nächste Opfer des Pipers sein. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Wow! Nach langer Zeit war December Park mal wieder ein Buch, dass mich vollkommen für sich begeistert hat und definitiv eines meiner Lesehighlights 2015 ist. Für mich gehört December Park auf jeden Fall zu den wenigen Büchern, die ich tatsächlich öfter mal lesen würde.
Das Cover ist schön schaurig anzusehen und auch die Handlung hat sich sehr interessant und spannend für mich gelesen. Auch der Schreibstil von Ronald Malfi ist angenehm und flüssig zu lesen. Ich habe bei den ersten Kapiteln jedoch ein klein wenig gebraucht um mich an die Länge der Kapitel zu gewöhnen, auch weil die Geschichte erst so nach und nach ins Rollen kam und der Anfang eher gemächlich begann was ja typisch für einen Coming-of-Age-Roman ist.
Sehr gut hat mir die Figurenkonstellation gefallen. Angelo und seine Freunde haben mich von Anfang an begeistert und ich finde es toll wie dynamisch es in der Gruppe zugeht, auch wenn Angie und Peter sich etwas näher stehen als die anderen. Auch innerhalb von Angies Familie merkt man schnell beim Lesen, dass über der Familie ein dunkler Schatten schwebt. Besonders fasziniert hat mich hier die Beziehung zwischen Vater und Sohn, die sich im Verlauf der Handlung zunehmend ändert. Mit Adrians Ankunft in Harting Farms, den Sonderling ohnegleichen, beginnt dann erst richtig die Handlung. Es wird zunehmend spannender, es gibt gruselig-schaurige Momente und immer wieder fragt man sich unwillkürlich welches Kind als nächstes verschwinden wird und wer denn nun der Piper überhaupt ist. Ein richtiger Ratekrimi ist es nicht, so dass erst gegen Ende einige Figuren näher in den Fokus rücken, die verdächtig erscheinen. Das Ende kam dennoch überraschend und war spannend zu lesen.
Was ich an den Jungs toll finde ist wie sie untereinander umgegangen sind, ihre Späße getrieben haben und immer füreinander da waren. Es sind ganz normale Jungs, die die Gegend unsicher machen, sich von der breiten Masse abgrenzen, ihre Erzfeinde haben und Abenteuer erleben wollen.
Sehr schön fand ich die einzelnen Abschnitte im Buch, so dass man die Jungs von einem Sommer zum nächsten etwa ein Jahr lang begleiten konnte und beim Lesen auch gemerkt hat wie sie sich durch die Unruhen durch den Piper entwickeln, Ängste zutage treten und es immer mal wieder Momente gibt, die neue Fragen aufwerfen.
Das Setting hat mir unglaublich gut gefallen. Der Autor ist sehr ausführlich auf die Landschaft, Straßen, Wälder usw. eingegangen, so dass ich mir ein sehr gutes Bild von der Umgebung machen konnte.
Besonders schön fand ich auch die kleinen Dinge, die in der Geschichte erwähnung fanden. Dinge, die man selbst aus der eigenen Kindheit kennt oder getan hat. Ich fand es toll wie der Autor eben auf diese Kleinigkeiten eingegangen ist, zum Beispiel Angies Faszination für Schreibmaschinen, und die im Buch sehr gut zur Stimmung der 90er Jahre beigetragen haben.
Das Ende fand ich sehr emotional und ich musste hin und wieder ein paar Tränchen wegblinzeln. Der Autor hat gerade mit den vielen kurzen Sequenzen ein ansprechendes und rührendes Ende kreiert, das mir besonders gut gefallen hat.

Fazit:

Wer Krimis/Thriller mag sollte hier auf jeden Fall mal reinlesen. Ich denke auch gerade Fans von Die drei ??? könnten hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Das Buch ist gleichermaßen für Jugendliche und Erwachsene Leser geeignet und verbindet Spannung mit Abenteuer in einer Kleinstadt.

Bewertung:


Zum Autor:

Ronald Malfi ist der preisgekrönte Autor mehrerer Horrorromane, Krimis und Thriller. Im Jahr 2009 gewann sein Kriminaldrama Shamrock Alley einen Silver IPPY Award. Sein Schauerkrimi Die Treppe im See wurde 2011 von der Horror Writers Association als bester Roman nominiert und das Buch wurde mit dem Gold IPPY Award für den besten Horrorschocker ausgezeichnet. Malfi, Ronald Webbild
Sein Thriller December Park gewann 2015 den Berverly Hills international Book Award - Kategorie Suspense (Spannungsliteratur).
Malfis düstere Literatur hat besonders wegen seines fesselnden Schreibstils und seiner einprägsamen Charaktere Anklang unter Lesern aller Genres gefunden. Zurzeit wohnt er mit seiner Frau und seiner Tochter in der Chesapeake Bay, wo er bereits an seinem nächsten Buch schreibt. (Quelle: Luzifer-Verlag)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rezension: YPPIES - Melange, Tattoo & Strudel von Bibi Mahony


Infos zum Buch:

Band 1
Originaltitel
Verlag: Rittberger & Knapp
Autorin: Bibi Mahony
Seiten: 128
Preis: 7,90 € | Ebook: 4,99

Link zu Amazon
Homepage | Facebook | Facebook Bibi Mahony | TwitterLovelybooks | Goodreads | Homepage der Autorin

Hinweis:
Band 2: Geheimer als geheim (erscheint: 14. Nov. 2015)

Beschreibung:

Im Zentrum der Serie steht das Haus Yppenplatz 1, in Wien Ottakring, in dessen Dachgeschoß Kathrin Schober mit einigen Freundinnen eine Wohngemeinschaft gründet. Jede der Mitbewohnerinnen hat ihren eigenen beruflichen und romantischen Weg, doch die Geschichte des Hauses und seiner früheren BewohnerInnen wird erst nach und nach aufgedeckt. Erst dann kann Kathrin, deren Familiengeschichte eng mit der des Hauses verknüpft ist, ungehindert ihren Weg gehen und sich auf die Liebe ihres Lebens einlassen. (Quelle: Amazon)

Meine Meinung:

Da ich gerne Heftromane/Groschenromane lese konnte ich es kaum erwarten in diesem dünnen Büchlein zu schmöckern. Das Cover finde ich toll und mir gefällt auch der Comicstil. Es muss also nicht immer ein Foto sein. Auch die Aufmachung des Buches gefällt mir sehr. Es ist relativ stabil und direkt auf den ersten Seiten gibt es eine tolle Übersicht der Figuren mit Kurzbeschreibungen, so dass man immer mal wieder nachschauen kann.
In der Handlung ist jetzt nicht so viel passiert. Eher bei jedem einzelnen, auch wenn es nur Themen sind wie Wohnungsräumung, Beziehungsprobleme, Partnersuche usw. Die Autorin hat all das geschickt rund um das Haus am Yppenplatz eingefädelt, so dass es im ersten Band vor allem darum geht eine Wohngemeinschaft mit mehreren Leuten aus vielen verschiedenen persönlichen Gründen zu gründen.
Die Figuren fand ich soweit alle sehr sympathisch, nur Nasti hat mich manchmal ein wenig mit ihrer Denkweise genervt und Romeo finde ich auch noch nicht sonderlich sympathisch. An sich ist er nett. Ich finde nur nicht toll was er macht und das Paco darunter leidet. Mit Kathrin konnte ich mich bisher noch am besten identifizieren, auch wenn ihre pupertierende Tochter ihr gewaltig auf der Nase herumtanzt. Anastasia, Nasti, war teilweise eine interessant amüsante Figur, bei der ich mir meistens nicht sicher war ob ich sie mag oder nicht. Auf jeden Fall hat sie für eine Menge Wirbel gesorgt und bringt etwas frischen Wind in die doch recht ruhige Truppe. Rennie kommt auf die Katze was auch für Chaos sorgt und Kathrins Mutter Hilde sorgt ebenfalls für ein paar interessante Wendungen in der Geschichte. Peter hat sich eher unbeliebt gemacht, aber ich fand es dennoch unterhaltsam mal seine Sicht der Dinge zu erfahren.
Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, es gibt viele Perspektivwechsel, so dass man gar nicht mit dem Lesen aufhören mag und einzig mit dem Fließtext hatte ich Anfangs ein paar Probleme, weil ich in den Zeilen verrutscht bin, aber an den Text habe ich mich schnell gewöhnt.
Ansonsten war es ein turbulenter Auftakt einer zwölfteiligen Reihe mit Figuren bei denen es garantiert nicht langweilig wird und einem Ende bei dem ich für meinen Teil noch gespannt bin wie es weitergehen wird.

Fazit:

Ich denke auch wer ansonsten keine Groschenromane liest und Chick Lit oder Liebesromane mag, sollte durchaus mal reinlesen. Es ist eine abwechslungsreiche Geschichte mit etwa einem Dutzend Figuren, welche allesamt interessante Hintergrundgeschichten haben und kurzweilige Unterhaltung bieten.

Bewertung:


Zur Autorin:

In Wien geboren und aufgewachsen, absolvierte sie unter erheblichem Widerwillen ihre Schullaufbahn, welche sie überstand, indem sie sich in die Welt der Musik und der Literatur zurückzog. Parallel zur Schule studierte sie bereits an der Musikhochschule. Nach der Matura arbeitete sie als Videocutterin fürs Fernsehen, studierte Psychologie, machte als Opernsängerin Karriere, absolvierte eine Ausbildung als Psychotherapeutin und in all diesen Jahren schrieb sie.
Seit 2013 publiziert sie ihre Romane, die von Liebe, Zeitgeschichte, allgemeinen menschlichen Problemen, aber auch Versöhnung und Heilung der Vergangenheit handeln. (Quelle: Homepage der Autorin)